• Anschlag auf Satire-Zeitung "Charlie Hebdo" in Paris: Polizei fahndet mit Großaufgebot in Reims

Aktuelle "Charlie Hebdo"-Karikatur macht sich über Islamisten lustig

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Update
Anschlag auf Satire-Zeitung "Charlie Hebdo" in Paris : Polizei fahndet mit Großaufgebot in Reims

13:20 Uhr: In seiner aktuellen Ausgabe macht sich das Satiremagazin "Charlie Hebdo" über den französischen Autor Michel Houellebecq lustig. Das Cover zeigt den Autor als völlig vertrottelten Hellseher unter dem Titel "die magischen Vorhersagen von Houellebecq". In seinem neuesten Roman skizziert er das Szenario eines "islamisierten Frankreichs" mit einem muslimischen Präsidenten im Jahr 2022. Die Geschichte sorgte im Land für hitzige Diskussionen über Islamismus und Islamophobie.

In einer anderen aktuellen Karikatur wird ein Islamist aufs Korn genommen. Unter der Überschrift "Immer noch kein Attentat in Frankreich" verspricht der Dschihadist, dass es bald dazu komme: "Wartet ab!"

12:59 Uhr: Unter den Opfern des Angriffs in Paris sollen mehrere Mitarbeiter der Satirezeitung "Charlie Hebdo" und zwei Polizisten sein, berichten französische Medien.

12:56 Uhr: Der französische Präsident François Hollande sprach in einem kurzen Interview von einem "terroristischen Attentat". Er forderte die Franzosen auf, geschlossen im Sinne der "Nationalen Einheit" zusammenzustehen. Frankreich befinde sich wegen der terroristischen Bedrohung in einer "sehr schwierigen Situation". In den letzten Wochen seien mehrere Terrorattacken vereitelt worden. Er nahm die Satirezeitung in Schutz, betonte aber, dass es nun um die Opfer und die Verletzten gehen sollte.

12:55 Uhr: Nach dem Angriff auf die Satirezeitung "Charlie Hebdo" hat die französische Regierung die höchste Terrorwarnstufe für den Großraum Paris ausgerufen. Der Anti-Terror-Plan sei auf die Stufe "Anschlagsalarm" angehoben worden, hieß es am Mittwoch am Sitz von Premierminister Manuel Valls. Bei dem Angriff durch mindestens zwei schwer bewaffnete Männer auf die Satirezeitung waren am Mittwochvormittag nach Angaben der Ermittler elf Menschen getötet worden.

12:50 Uhr: Die Satirezeitung "Charlie Hebdo" machte in der Vergangenheit mehrfach Schlagzeilen mit provokanten Mohammed-Karikaturen. Die Redaktion erhielt mehrfach Drohungen von Islamisten. Anscheinend veröffentlichte die Redaktion kurz nach oder kurz vor dem Angriff eine Karikatur zu Abu Bakr al Baghdadi, selbsternannter Führer des "Islamischen Staats" in Syrien und im Irak.

12:41 Uhr: Die Polizei berichtet weiterhin von elf Toten und fünf Schwerverletzten. Ihre Situation sei "kritisch".

12:36 Uhr: Bei einer Schießerei am Mittwochvormittag in den Redaktionsräumen der Satirezeitung "Charlie Hebdo" im Zentrum von Paris sind elf Menschen getötet und mehrere verletzt worden. Entsprechende französische Medienberichte bestätigte die Staatsanwaltschaft in Paris.

Französische Medien berichten von zwei schwarz gekleideten und bewaffneten Männern, die in die Redaktionsräume in Paris eingedrungen seien. Bei den Waffen handele es sich laut Polizei unter anderem um Kalaschnikows.

Die Schießerei setzte sich dann auf der Straße im elften Arrondissement fort. Anscheinend flüchteten die Täter dann in einem Auto, berichtet die französische Zeitung "LeFigaro". Einige Mitarbeiter twitterten vom Dach des Gebäudes, auf dem sie sich in Sicherheit gebracht haben.

(mit AFP, Reuters, dpa)

"Charlie Hebdo": die Fahndung, die Ereignisse
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09.01.2015 15:23Der Moment des Zugriffs der Sicherheitskräfte beim Supermarkt in Vincennes
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