ARD-„Deutschlandtrend“ : Union und SPD fallen auf Tiefststände

Im "Deutschlandtrend" liegt die Union bei 25, die SPD bei 14 Prozent. Die Befragten sind über die historisch schlechten Werte der Volksparteien besorgt.

Kein Grund zur Freude: Union und SPD sind im ARD-"Deutschlandtrend" auf einen historischen Tiefststand gefallen.
Kein Grund zur Freude: Union und SPD sind im ARD-"Deutschlandtrend" auf einen historischen Tiefststand gefallen.Foto: Kay Nietfeld/dpa

Union und SPD sind in einer neuen Umfrage auf ihre bisherigen Tiefststände gefallen. Wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre, käme die Union auf 25 Prozent (minus 1 Prozentpunkt im Vergleich zur Vorwoche) der Wählerstimmen, die SPD auf 14 Prozent (minus 1). Das geht aus dem in der Nacht auf Freitag veröffentlichten „Deutschlandtrend“ für das ARD-Morgenmagazin hervor.

Für die Koalitionsparteien sind es demnach die schlechtesten Werte, seitdem die Sonntagsfrage im „Deutschlandtrend“ gemessen wird. Zweitstärkste Kraft sind demnach die Grünen, die 19 Prozent (plus 2) erreichen - der höchste Wert der Partei seit September 2011. Dahinter folgen die AfD mit unverändert 16 Prozent, die FDP mit 11 Prozent (plus 1) und die Linke mit 9 Prozent (minus 1).

51 Prozent der Teilnehmer gaben in der Umfrage des Meinungsforschungsunternehmens Infratest dimap an, sie seien besorgt wegen der zunehmenden Schwäche von CDU/CSU und SPD. 47 Prozent gaben an, sie machten sich in dieser Hinsicht keine Sorgen. Sie erwarten von den neuen Kräfteverhältnissen mit mehreren kleinen bis mittleren Parteien breitere politische Debatten. Auch die Hälfte der Anhänger von Linken, Grünen und FDP teilen die Sorge um den Bedeutungsverlust der Volksparteien. Bei den AfD-Anhänger ist es knapp ein Drittel.

Für den "Deutschlandtrend" hatte Infratest dimap am Dienstag und Mittwoch 1040 Wahlberechtigte befragt. Die statistische Fehlertoleranz lag den Angaben zufolge zwischen 1,4 und 3,1 Prozentpunkten. Andere Umfragen mit eingeschlossen, liegt die Union in der Sonntagsfrage nunmehr in einer Spanne zwischen 25 und 29 Prozent, die SPD zwischen 14 und 19 Prozent. (dpa, AFP, Reuters)

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