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Der russische Präsident Wladimir Putin besucht ein militärisches Ausbildungszentrum des westlichen Militärbezirks für mobilisierte Reservisten in der Region Rjasan, Russland. (Archiv)
© Foto: IMAGO/Mikhail Klimentyev

Gefahr für Putin aus den eigenen Reihen?: Russische Ultranationalisten bauen parallele Militär-Struktur auf

Jewgeni Prigoschin der Söldnergruppe „Wagner” und Kriegsverbrecher Igor Girkin sollen gemeinsam ein Freiwilligenbataillon aufbauen. Dies könnte Putins Macht untergaben.

Der Finanzier der Söldnergruppe „Wagner” Jewgeni Prigoschin soll parallel zur russischen Armee eine militärische Struktur aufbauen, die Putins Macht untergraben könnte. Zu dem Schluss kommen Analysten des Institute for the Study of War (ISW).

Russische Militärblogger berichten, Prigoschin habe sich mit einem ehemaligen Offizier des russischen Geheimdiensts FSB und Kriegsverbrecher Igor Girkin zusammengetan, um einen Freiwilligenbataillon zu bilden. Girkin ist ein russischer Ultranationalist und war bereits an den russischen Angriffen auf den Donbass 2014 beteiligt, wie das ISW schreibt.

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Prigoschin gehört nach eigenen Angaben der „Krieg bis zum Sieg”-Fraktion an. Die widerrechtlichen Annexionen von vier Teilgebieten der Ukraine Ende September habe im Kreml eine Spaltung ausgelöst zwischen Beamten, die ernsthaft zu Verhandlungen mit dem Westen bereit sind und Hardlinern wie Prigoschin, die den Krieg um jeden Preis gewinnen wollen.

Mehrfach hat der Finanzier die russische Armee offen für seine Rückschläge in der Ukraine kritisiert, wie das ISW schreibt.
Eine Kooperation der beiden Militärmänner könnte Prigoschin viele nationalistische Wählerstimmen einfangen. Putin ist laut den Analysten gerade in Bachmut auf Kräfte der Wagner-Gruppe angewiesen. (Tsp)

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