Bewerberduo um SPD-Vorsitz : Scholz und Geywitz offen für Bündnis mit Linkspartei

Eine Regierung mit der Linkspartei ist für die SPD-Vorsitzkandidaten Geywitz und Scholz auch im Bund denkbar. Aber unter Bedingungen.

Olaf Scholz und Klara Geywitz in Potsdam.
Olaf Scholz und Klara Geywitz in Potsdam.Foto: Monika Skolimowska/dpa

Das SPD-Vorsitz-Bewerberduo Olaf Scholz und Klara Geywitz kann sich unter Bedingungen eine Regierungsarbeit mit der Linkspartei auf Bundesebene vorstellen. Die brandenburgische Landtagsabgeordnete Geywitz sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe, ihre Partei habe in dem Bundesland zehn Jahre lang gute Regierungserfahrung mit der Linkspartei gemacht. "Das war nicht immer einfach, aber verlässlich."

"Viele Deutsche wollen in der Bundespolitik eine Regierung jenseits der großen Koalition", führte Geywitz aus. Das könne klappen, wenn die SPD stärker werde. Zugleich müsse die Linke zentrale außen- und verteidigungspolitische Fragen klären. "Wenn diese Fragen geklärt sind, wäre ich gesprächsbereit", sagte Geywitz.

Bundesfinanzminister Scholz wies daraufhin, dass die SPD bereits vor zehn Jahren beschlossen habe, dass Koalitionen unter Umständen auch mit der Linken denkbar seien. "Das werden wir zu gegebener Zeit beurteilen. Die politische Landschaft in Deutschland ist jedenfalls bunt geworden."

Angesichts der Bildung einer rot-grün-roten Koalition in Bremen wird bei den Sozialdemokraten verstärkt über ein mögliches künftiges Linksbündnis auch auf Bundesebene nachgedacht. Zuletzt zeigten sich die kommissarische SPD-Chefin Malu Dreyer und SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil offen für eine solche Koalitionsoption. (AFP)

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