• Brasilianischer Präsident: Neue Berichte über dubiose Geldflüsse auf Konto von Bolsonaros Sohn

Brasilianischer Präsident : Neue Berichte über dubiose Geldflüsse auf Konto von Bolsonaros Sohn

Der Sohn des brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro soll mehr als 20.000 Euro aus unbekannten Quellen erhalten haben.

Flavio Bolsonaro (l), steht hinter seinem Vater Jair Bolsonaro.
Flavio Bolsonaro (l), steht hinter seinem Vater Jair Bolsonaro.Foto: REUTERS/Adriano Machado/File photo

Die brasilianischen Behörden untersuchen eine Reihe von dubiosen Geldzahlungen auf das Konto des Sohnes von Präsident Jair Bolsonaro. Wie die Nachrichtensendung Jornal Nacional am Freitag (Ortszeit) berichtete, wurden auf dem Konto von Flávio Bolsonaro insgesamt 96.000 Real (rund 22.500 Euro) eingezahlt. Es handele sich um 48 Einzelzahlungen, die zwischen Juni bis Juli 2017 erfolgt seien. Damals war Flávio Bolsonaro Abgeordneter im Bundesstaat Rio de Janeiro.

Der Fernsehbericht berief sich auf ein Dokument der staatlichen Behörde zur Bekämpfung von Finanzkriminalität (COAF), wonach unklar sei, wer das Geld eingezahlt habe. Demnach ist der Vorgang verdächtig, weil 48 Mal immer die gleiche Summe bei einer Bank im Regionalparlament von Rio eingezahlt worden sei.

Es ist nicht das erste Mal, dass Familienangehörige des brasilianischen Präsidenten im Zusammenhang mit verdächtigen Geldflüssen auffallen. Im vergangenen Jahr hatten die Finanzermittler "untypische Transaktionen" auf dem Konto des ehemaligen Chauffeurs und Bodyguards von Flávio Bolsonaro, Fabrício José de Queiroz, festgestellt. Queiroz soll in den Jahren 2016 und 2017 umgerechnet rund 270.000 Euro an den Sohn und die Ehefrau des heutigen Präsidenten gezahlt haben.

Die Summe überstieg das Einkommen des Ex-Chauffeurs deutlich. Allerdings verfügte das Oberste Gericht Brasiliens am Freitag die vorläufige Einstellungen der Ermittlungen.

Für den seit Anfang des Monats amtierenden Präsidenten sind die Vorgänge unangenehm. Der ultrarechte Politiker hatte im Oktober die Präsidentschaftswahlen gewonnen und einen harten Kampf gegen Korruption und Kriminalität angekündigt. (AFP)

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