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Britischer Premier erholt sich von Covid-19 : Johnson vertreibt sich Zeit mit „Herr der Ringe“ und Sudoku

Drei Tage war der britische Premier wegen seiner Covid-19-Erkrankung auf der Intensivstation. Johnson mache nun weiter „gute Fortschritte“, heißt es aus London.

Der britische Premier Boris Johnson -aufgenommen am 25. März.
Der britische Premier Boris Johnson -aufgenommen am 25. März.Foto: Hannah Mckay/Reuters

Der britische Premierminister Boris Johnson hat nach Angaben der Regierung in London auch am Samstag „gute Fortschritte“ bei der Genesung von seiner Covid-19-Erkrankung gemacht. Wie die britische Nachrichtenagentur PA unter Berufung auf Regierungskreise berichtete, erhielt Johnson im Krankenhaus täglich Briefe und Baby-Ultraschallbilder von seiner schwangeren Verlobten Carrie Symonds, sowie Tausende Karten mit Genesungswünschen.

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Er habe zudem einen Tablet-Computer, mit dem er sich Filme wie „Kevin - Allein zu Haus“ und „Herr der Ringe“ anschauen könne. Außerdem vertreibe er sich die Zeit mit Sudoku-Rätseln. Am Freitag hatte der Regierungssitz Downing Street mitgeteilt, Johnson könne mit Unterbrechungen schon wieder kleinere Strecken gehen.

Der 55 Jahre alte Politiker hatte drei Tage auf der Intensivstation des St. Thomas' Hospital in London verbracht, nachdem sich sein Gesundheitszustand verschlechtert hatte. Am Donnerstag wurde er wieder auf eine normale Station verlegt. Johnson sei „extrem guter Dinge“, aber noch in der frühen Phase seiner Genesung und werde weiterhin genau beobachtet, hatte es in einer Mitteilung geheißen.

Johnson wird derzeit von Außenminister Dominic Raab vertreten. Die Kompetenzen des Premierministers hat Raab aber nicht. Großbritanniens ungeschriebene Verfassung sieht keine klare Regelung für den Fall vor, dass der Regierungschef ausfällt. Es wird damit gerechnet, dass Johnson noch mehrere Wochen fehlen könnte.

Hintergrund zum Coronavirus:

Dem Land steht in der Coronavirus-Pandemie das Schlimmste allerdings wohl noch bevor. Innerhalb von 24 Stunden verstarben mehr als 900 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion. Das Gesundheitsministerium in London meldete am Samstag 917 Tote seit Freitag, wodurch die Gesamtzahl der Coronavirus-Toten in dem Land auf fast 10.000 anstieg.

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Gleichzeitig wurden von den Behörden 5234 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert. Die Gesamtzahl der Infektionsfälle lag demnach bei 78.991.

Großbritannien ist in Europa eines der am stärksten von der Corona-Pandemie betroffenen Länder. Die Regierung von Premierminister Johnson hatte anfangs lange gezögert, mit strikten Maßnahmen die Verbreitung des Virus einzudämmen. Mittlerweile sind außer Johnson auch eine ganze Reihe anderer hochrangiger Regierungsvertreter infiziert. (dpa, AFP)

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