Politik : Bundestag beschließt Rente mit 67

Berlin - Wer 1964 oder später geboren ist, wird die volle Rente in aller Regel erst mit 67 Jahren erhalten. Trotz heftiger Proteste von Gewerkschaften und Sozialverbänden beschloss der Bundestag mit den Stimmen von Union und SPD, das Rentenalter von derzeit 65 Jahren von 2012 an schrittweise bis 2029 auf 67 Jahre anzuheben. Beschäftigte mit 45 Versicherungsjahren sollen nach einer Ausnahmeregelung weiter mit 65 Jahren ohne Abschläge in Rente gehen können. Mit der vollen Rente ab 67 soll langfristig der Anstieg des Rentenbeitrags gedämpft werden. Für den Gesetzentwurf der Bundesregierung sprachen sich 408 Abgeordnete aus. Elf SPD-Abgeordnete vom linken Flügel lehnten das Projekt ab, vier Sozialdemokraten enthielten sich. Der Direktor des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft, Michael Hüther, lobte die Rentenreform. „Für die Investoren ist entscheidend, dass es der Regierung gelungen ist, ein Projekt gegen die Mehrheit der Bevölkerung durchzusetzen.“ dpa/Tsp

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