• Bundestagsfraktionschefin der Grünen im Interview: Göring-Eckardt: Realo-Duo als Özdemir-Nachfolge ist ein "sehr gutes Angebot"

Bundestagsfraktionschefin der Grünen im Interview : Göring-Eckardt: Realo-Duo als Özdemir-Nachfolge ist ein "sehr gutes Angebot"

Die Grünen dürfen nicht regieren und müssen in die Opposition. Und sie brauchen eine neue Führungsmannschaft. Das wird nicht einfach.

Grünen-Politikerin Katrin Göring-Eckardt.
Grünen-Politikerin Katrin Göring-Eckardt.Foto: Thilo Rückeis

Vor dem Parteitag der Grünen Ende Januar hat Bundestagsfraktionschefin Katrin Göring-Eckardt sich für ein neues Duo an der Parteispitze ausgesprochen. Sie halte die Brandenburger Bundestagsabgeordnete Annalena Baerbock und den Kieler Umweltminister Robert Habeck für ein "sehr gutes Angebot", sagte sie im Interview mit dem Tagesspiegel. "Wir sollten nicht immer in Proporzen denken", forderte Göring-Eckardt. Die Partei werde nur erfolgreich sein, wenn sie deutlich mache, dass es um mehr gehe als darum, zu welchem Flügeltreffen man gehe.

Der bisherige Parteichef Cem Özdemir will sich nach neun Jahren aus diesem Amt zurückziehen. Als neues Führungsduo bewerben sich die Grünen-Politiker Habeck und Baerbock, die beide zum Realo-Flügel der Partei gehören. Auch die amtierende Parteichefin Simone Peter will erneut kandidieren – sie ist Vertreterin des linken Flügels.

Habeck hatte seine Kandidatur mit der Forderung verbunden, für eine Übergangszeit von "pi mal Daumen einem Jahr" neben dem Parteivorsitz Landesminister bleiben zu dürfen. Dies schließen die Grünen-Regularien eigentlich aus. Göring-Eckardt sprach sich im Interview für eine Satzungsänderung aus. "Wir brauchen keine Lex Habeck, sondern eine Lex Grüne. Unsere Satzung muss so sein, dass jeder sich einerseits als Parteichef bewerben kann, und andererseits auch ein geordneter Übergang möglich ist", forderte Göring-Eckardt. "Wir können nicht von anderen Veränderung verlangen und selbst sagen, wir verändern uns als Partei nicht, weil wir das immer schon so gemacht haben." Sie sei sich aber sicher, dass die Partei eine gute Lösung finden werde.

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