Casablanca : Selbstmordanschlag mit vier Verletzten

Bei einem Selbstmordanschlag in Casablanca sind in einem Café vier Menschen verletzt worden; ein zweiter Attentäter konnte kurz darauf festgenommen werden.

Casablanca - In Casablanca in Marokko hat sich in der Nacht zum Montag in einem Internet-Café ein Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt und dabei vier Menschen verletzt. Wie die marokkanische Polizei mitteilte, wollte sich der Attentäter radikale Internet-Seiten ansehen, sei daran gehindert worden und dann ums Leben gekommen, als der unter seiner Kleidung verborgene Sprengsatz zündete. An dem Anschlag war den Angaben zufolge ein zweiter Täter beteiligt, der zunächst leicht verletzt entkam, dann aber festgenommen wurde. Auch er soll einen Sprengstoffgurt getragen haben.

Die beiden Männer, die laut Polizeiangaben zwischen 20 und 30 Jahre alt sind, seien in das Internet-Café gekommen, um terroristische Websites aufzurufen. Der Sohn des Eigentümers habe sie daran gehindert. Die Polizei ging davon aus, dass das Internet-Café nicht Ziel des Anschlags war. Die Täter hätten dort womöglich versucht, über das Internet Informationen über den Ort des Anschlags zu bekommen. Der genaue Ablauf der Ereignisse soll noch untersucht werden.

Ein Sprecher der marokkanischen Regierung erklärte, sein Land werde den Kampf gegen den Terrorismus weiter führen. Es war der erste terroristische Anschlag in Marokko seit einer Serie von Anschlägen vom 16. Mai 2003 in Casablanca, bei denen 45 Menschen getötet worden waren, darunter zwölf Selbstmordattentäter. (tso/AFP)

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