Casdorffs Agenda : Bundesbildungsministerin, ein wichtiges Zukunftsamt

Der Name der Bundesbildungsministerin ist nur wenigen bekannt. Dabei hat sie eine wichtige Aufgabe. Sie will zum Beispiel das sogenannte Aufstiegs-BaföG weiter ausbauen. Ein Kommentar.

Anja Karliczek von der CDU ist Bundesministerin für Bildung und Forschung.
Anja Karliczek von der CDU ist Bundesministerin für Bildung und Forschung.Foto: Carsten Koall/dpa

Lange nichts gehört von Anja Karliczek. Anja wer? Sie ist die Bundesbildungsministerin und daher in einem wichtigen Zukunftsamt. Das ist nur in den vergangenen Wochen öffentlich ins Hintertreffen geraten. Gerade allerdings ist es wieder ins Bewusstsein gerückt. Das Statistische Bundesamt hat die amtliche Statistik zum Aufstiegs-BAföG für das Jahr 2017 veröffentlicht.

Zur Erläuterung: 2016 wurde aus dem bewährten „Meister-BAföG“ das moderner klingende Aufstiegs-BAföG. Hierfür nun weist die Jahresstatistik nach zwei Jahren wieder einen Anstieg der Gefördertenzahl aus. Sie stieg um 1,7 Prozent auf jetzt 165.000. Ziel ist die Trendumkehr bei den zurückgehenden Förderzahlen. Typische Aufstiegsfortbildungen sind Meister- oder Fachwirtkurse, Erzieher- und Technikerschulen, bis zu 700 gleichwertige Fortbildungen. Teilnehmer erhalten einkommensunabhängig einen Beitrag zu den Kosten, bei Vollzeit zusätzlich einkommensabhängig einen Beitrag zum Lebensunterhalt.

Die Förderung erfolgt teils als Zuschuss, teils als zinsgünstiges Darlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau. Seit 1996 wurden bis Ende des Jahres 2017 mehr als 2,2 Millionen berufliche Aufstiege zu Führungskräften, Mittelständlern und Ausbildern für Fachkräfte mit insgesamt rund 8,6 Milliarden Euro ermöglicht.

Ministerin Karliczek, selbst Mittelständlerin, freut die Entwicklung. Sie hat sich da noch einiges vorgenommen: „Das ist mir ein Herzensanliegen. Die klare Botschaft ist: Mut zum Aufstieg lohnt sich. Ich bin überzeugt vom Aufstiegs-BAföG und will es in dieser Legislaturperiode mit 350 Millionen Euro weiter ausbauen!“ Mindestens im Blick auf das Vorhaben der Bildungsministerin ist der Groko eine gute Zukunft zu wünschen.

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