Casdorffs Agenda : Die AfD ist alles, nur kein Opfer

Die AfD ist in den Bundestag gewählt und soll sich nicht beschweren können, dass man sie nicht entsprechend behandelt. Ein Kommentar.

Alice Weidel und Alexander Gauland, Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion, bei einer Plenarsitzung des Deutschen Bundestages in Berlin.
Alice Weidel und Alexander Gauland, Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion, bei einer Plenarsitzung des Deutschen Bundestages in...Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa

Und jetzt auch noch die AfD - der Bundespräsident darf wirklich gerade nicht kontaktscheu sein. Um Staat zu machen, muss er sich auch mit denen treffen, die im Grunde genommen Anlass dafür sind, dass es diese Belastungsprobe, diese Regierungsbildungsprobleme gibt.

Denn gäbe es die Partei nicht, dann gäbe es einfachere Alternativen. Aber richtig so: Sie ist alles, nur kein Opfer. Die AfD ist in den Bundestag gewählt und soll sich nicht beschweren können, dass man sie nicht entsprechend behandelt. Das wäre falsch.

In ihrer Rolle dürfen die Rechtspopulisten nicht auch noch belohnt werden. Wer sie ausgrenzt, macht sie nur stärker. Dass der Bundespräsident die AfD-Führung empfängt, zeugt vielmehr von der Stärke des demokratischen Rechtsstaates.

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