Casdorffs Agenda : Die Bundesregierung muss diskutieren, ohne sich zu zerstreiten

Schluss mit dem Rosenkrieg zwischen CDU, CSU und SPD. Schließlich verlangt der Amtseid, Schaden vom deutschen Volk abzuwenden.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer und SPD-Chefin Andrea Nahles.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer und SPD-Chefin Andrea Nahles.Foto: Rainer Jensen/dpa

Hoffentlich wird ab Mittwoch wieder regiert. Der Bundespräsident hat ja recht: Nicht nur Deutschland – ganz Europa braucht eine stabile Bundesregierung. So wie bisher kann es jedenfalls nicht weitergehen. Sowieso nicht. Ein Fall wie die Causa Maaßen, und alles fällt auseinander? Das ist unwürdig.

Koalitionen sind keine Liebesheirat. Aber einen permanenten Rosenkrieg halten weder die Partner noch das Land aus. Es muss doch verantwortungsbewusst eine Agenda abgearbeitet werden, um das Leben 3.0 gestalten zu können. Von der Digitalisierung über die Globalisierung bis zur Rente, Konzepte dafür müssen diskutiert werden können, ohne dass sich alle gleich zerstreiten.

Kurzfristige Vorteile haben langfristig Nachteile. Pathetisch gesprochen: Der Amtseid verlangt, Schaden vom deutschen Volk abzuwenden. Und das ist nur das Mindeste. Verlangt ist eine Regierung, die an die nachfolgenden Generationen denkt und für sie arbeitet. Da ist über den Mittwoch hinaus genug zu tun.

Casdorffs Agenda erscheint jeden Morgen in der Morgenlage, dem Newsletter für Politik- und Wirtschaftsentscheider, den Sie hier kostenlos abonnieren können.

Mehr lesen? Jetzt E-Paper gratis testen!

4 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben