Casdorffs Agenda : Kramp-Karrenbauer ist schon im Wahlkampf-Modus

Nicht nur beim Thema Migration, auch mit Steuerentlastungen will die CDU-Chefin Wähler überzeugen. Wofür brauchen wir da noch Friedrich Merz? Ein Kommentar.

Die Bundesvorsitzende der CDU Annegret Kramp-Karrenbauer.
Die Bundesvorsitzende der CDU Annegret Kramp-Karrenbauer.Foto: dpa/Kay Nietfeld

So geht Wahlkampf, nach innen wie nach außen. Nicht nur das Thema Migration soll im konservativen Sinn bearbeitet werden – auch die Marktwirtschaftler werden von der neuen CDU-Vorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer, kurz AKK, bedient.

Der Wirtschaftsrat der Partei unterstützt schon begeistert ihre Initiative, jetzt mit der SPD über den schnelleren und kompletten Abbau des Solidaritätszuschlages zu verhandeln und auch noch die Betriebe steuerlich zu entlasten.

Abgesehen davon, dass die deutsche Vereinigung jetzt 30 Jahre her ist und der Soli allmählich überholt sein sollte, wird es alle Personenunternehmen und damit den Mittelstand freuen. Der wiederum gehört zum Rückgrat der Unions-Wählerschaft.

Bei den 30 Milliarden Euro Rücklagen aus Haushaltsüberschüssen klingt das übrigens sogar finanzierbar.

Und nach innen, in die CDU hinein, wird sich mancher fragen: Wenn das so ist – wofür brauchen wir da noch den Friedrich Merz? AKK ist jedenfalls schon mal im Wahlkampf-Modus.

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