Casdorffs Agenda : Nur Mut, Europas Jugend!

Die Junge Union will den Brexit mit einer "Brit-In"-Kampagne kontern. Gelingt Europas Jugend, was den Alten misslang? Ein Kommentar.

Eine EU-Flagge und eine britische Nationalflagge vor dem britischen Parlament
Eine EU-Flagge und eine britische Nationalflagge vor dem britischen ParlamentFoto: dpa/Xinhua/dpa

Das ist doch mal wirklich eine Mut machende Idee. Angesichts des bevorstehenden EU-Austritts Großbritanniens Ende März 2019 fordert die Junge Union, sofort mit einer „Brit-In“-Kampagne den Brexit zu kontern.

Heißt: Sofortige Vorbereitung einer Wiederaufnahme in die EU. Die dann 2035 stattfände. Klares Ziel, klarer Plan – und nicht ohne Chancen. Denn beim Brexit-Referendum 2016 hat eine Mehrheit 25- bis 49-jährigen Briten für den Verbleib in der Europäischen Union gestimmt.

Von der 18- bis 24-jährigen, weiß JU-Chef Paul Ziemiak, war weniger als ein Viertel für den Austritt. Nur haben diese Wählergruppen unterdurchschnittlich am Referendum teilgenommen.

Wenn es nun einen verstärkten Austausch unter den europäischen Jugendgruppen mit der britischen Jugend gäbe – dann könnte den Pro-Europäern tatsächlich die Zukunft gehören. Also: nur Mut!

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