Casdorffs Agenda : Seehofers Machtpoker besorgt das Geschäft der AfD

Horst Seehofer sucht im Asylstreit die Konfrontation mit der CDU. Die CSU erscheint als Abklatsch der AfD - und die präsentiert sich als das Original. Ein Kommentar.

Bundesinnenminister und CSU-Chef Horst Seehofer
Bundesinnenminister und CSU-Chef Horst SeehoferFoto: dpa/Kay Nietfeld

Genau das ist das Problem: Horst Seehofer, der CSU-Chef, besorgt mit seiner Konfrontation in der Union das Geschäft der AfD. Und prompt sagt Alice Weidel, Co-Vorsitzende der AfD-Fraktion, dass die CDU/CSU doch nur Zeit kaufen wolle bis zum bayerischen Landtagswahlkampf.

Indem Seehofer „urplötzlich die AfD-Positionen für sich entdeckt“. Die CSU als Abklatsch, die AfD als Original – das hat im momentanen Schlagabtausch gerade noch gefehlt.

Dabei ist das ganze Hin und Her um Zufluchtsuchende sowieso übertrieben. So viele schaffen es gar nicht mehr nach Deutschland, dass hier jetzt einer Mauern, Zäune oder sonst was hochziehen müsste. Wenn, dann geht es um die Außengrenzen der EU, nicht die Deutschlands.

Aber wer will das schon noch hören. Seehofer bestimmt nicht. Noch so ein Problem.

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