Casdorffs Agenda zur SPD : Die Gefahr wächst zur Lebensgefahr

Die Bayern-SPD erreicht in einer Umfrage nur noch sechs Prozent. Auch den Bundesvorstand in Berlin sollte das alarmieren. Ein Kommentar.

Das Rednerpodest beim Landesparteitag der SPD in Bayern, bei dem die Landesvorsitzende Natascha Kohnen wiedergewählt wurde.
Das Rednerpodest beim Landesparteitag der SPD in Bayern, bei dem die Landesvorsitzende Natascha Kohnen wiedergewählt wurde.Foto: Daniel Karmann/dpa

Wenn das kein Thema für den Bundesvorstand ist, dass die Bayern-SPD nur noch bei sechs Prozent in der jüngsten Umfrage steht. Eben jener Landesverband also, der seit Jahrzehnten in der Opposition sitzt und gerade Natascha Kohnen trotz ihres Neun-Prozent-Debakels als Landeschefin im Amt bestätigt hat.

Die Gefahr wächst zur Lebensgefahr. Von der Willy-Brandt-SPD mit seinerzeit 45,8 Prozent sind nur noch Spurenelemente übrig – bei rund 15 Prozent im Bund liegt die Partei inzwischen.

Und es geht noch schlimmer. Ein kurzer Blick nach Europa zeigt das, von Frankreich (sieben Prozent) bis in die Niederlande (5,7 Prozent).

Merke: Eine SPD, die sich wie in Bayern selbst genügt, braucht offenbar kein Mensch.

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