Debatte über Kühnert-Thesen : Merz fordert mehr Firmenbeteiligungen für Arbeitnehmer

Die Thesen des Juso-Chefs zur Kollektivierung großer Unternehmen teile er nicht, sagt der CDU-Politiker. Er begrüße aber die Debatte über Vermögensverteilung.

Der CDU-Politiker Friedrich Merz.
Der CDU-Politiker Friedrich Merz.Foto: Silas Stein/dpa

Der CDU-Politiker Friedrich Merz begrüßt grundsätzlich die Debatte über die Vermögensverteilung, die Juso-Chef Kevin Kühnert angestoßen hat. „Ich teile seine Thesen absolut nicht. Aber die Debatte müssen wir führen, die können wir nicht in Bausch und Bogen abtun mit „Juso-Vorsitzender““, sagte der frühere Anwärter auf den CDU-Parteivorsitz im Podcast „Fragen wir doch!“ von RTL Radio Deutschland und 105'5 Spreeradio. Er sprach sich für mehr Vermögensbildung in Arbeitnehmerhand aus.

„Es gibt kaum noch eine börsennotierte Aktiengesellschaft in Deutschland, die mehrheitlich deutschen Anteilseignern gehört. Die Aktionäre leben im Ausland und freuen sich darüber, dass die deutschen Arbeitnehmer im Inland so fleißig arbeiten“, erklärte er. „Dass man Arbeitnehmer an den Erfolgen ihrer Firmen beteiligen will: Da liegen wir zurück und da haben wir Zusagen und Erwartungen nicht erfüllt und nicht eingehalten.“

Kühnert, Vorsitzender der SPD-Nachwuchsorganisation, hatte mit einem „Zeit“-Interview zum Thema Sozialismus Empörung ausgelöst. Darin trat er für eine Kollektivierung großer Unternehmen „auf demokratischem Wege“ ein - auch von BMW. (dpa)

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