• Der frühere Sicherheitsberater John Bolton packt aus: „Trump hat Chinas Präsidenten Xi Jinping um Hilfe im US-Wahlkampf gebeten“

Der frühere Sicherheitsberater John Bolton packt aus : „Trump hat Chinas Präsidenten Xi Jinping um Hilfe im US-Wahlkampf gebeten“

Kommende Woche erscheint der Inside-Report von John Bolton. Der Ex-Sicherheitsberater wirft Trump wiederholten Amtsmissbrauch vor.

Das war einmal: US-Präsident Donald Trump und sein Sicherheitsberater John Bolton. Inzwischen gehen sie getrennte Wege.
Das war einmal: US-Präsident Donald Trump und sein Sicherheitsberater John Bolton. Inzwischen gehen sie getrennte Wege.Foto: imago images/ZUMA Press

US-Präsident Donald Trump hat versucht, den chinesischen Präsidenten Xi Jinping , zu dem das Verhältnis zuletzt stark abgekühlt ist, im vergangenen Jahr dafür zu gewinnen, ihm bei der US-Wahl im Herbst 2020 zum Sieg zu verhelfen. Bei einem G-20-Gipfeldinner 2019 soll er Xi Jinping gesagt haben, höhere Einfuhren amerikanischer Landwirtschaftsprodukte durch China würden seine Wahlaussichten deutlich verbessern. Das geht aus einem Inside-Report von Trumps früherem Sicherheitsberater John Bolton hervor, der kommende Woche erscheinen soll, und aus dem die "Washington Post" zitiert..

Die beschriebene Episode aus Boltons Buch mit dem Titel “The Room Where It Happened: A White House Memoir" weist starke Ähnlichkeiten zu jenen Aktionen auf, die in das Amtsenthebungsverfahren gegen Trump mündeten, nachdem er den ukrainischen Ministerpräsidenten mit der Aussicht auf militärische Hilfe dazu bewegen wollte, ihn im Wahlkampf zu unterstützen, indem er seinen Kontrahenten Joe Biden unter Druck zu setzen hilft.

Bolton wirft dem Präsidenten in seinem Enthüllungsbuch wiederholten Amtsmissbrauch und teils gravierende Unwissenheit vor.

So habe der Präsident zum Beispiel nicht gewusst, dass Großbritannien eine Atommacht ist und ein Mal auch gefragt, ob Finnland zu Russland gehöre, wie Bolton in dem Buch der „New York Times“ zufolge schreibt.

Bolton erklärte auch, es sei klar gewesen, dass Trumps persönliche Diplomatie mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un nie zu einem befriedigenden Ergebnis führen würde.

Zudem soll Trump einen Nato-Austritt sehr ernsthaft erwogen haben.

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