• Deutliche Kluft zwischen Stadt und Land : Grüne laut Umfrage stärkste Kraft in Großstädten

Deutliche Kluft zwischen Stadt und Land : Grüne laut Umfrage stärkste Kraft in Großstädten

Laut einer Forsa-Umfrage liegen die Grünen in Metropolen vier Prozentpunkte vor CDU/CSU. In den ländlichen Regionen dominiert hingegen die Union.

Robert Habeck (l-r), Katharina Fegebank und Annalena Baerbock nach dem Beginn der Jahresauftakt-Klausur des Grünen-Bundesvorstands in St. Pauli.
Robert Habeck (l-r), Katharina Fegebank und Annalena Baerbock nach dem Beginn der Jahresauftakt-Klausur des Grünen-Bundesvorstands...Foto: dpa/Christian Charisius

In der Wählergunst gibt es nach einer Analyse des Instituts Forsa eine deutliche Kluft zwischen Stadt und Land. So seien "die Grünen in den urbanen Metropolen mit mehr als 500.000 Einwohnern stärkste politische Kraft und liegen vier Prozentpunkte vor CDU bzw. CSU", sagte Forsa-Chef Manfred Güllner zum am Samstag veröffentlichten aktuellen RTL/n-tv-"Trendbarometer".

Dagegen lägen im ländlichen Raum "die CDU beziehungsweise CSU mit über 30 Prozent klar vor den Grünen mit weniger als 20 Prozent", sagte Güllner weiter. Die SPD als frühere Großstadtpartei spiele inzwischen "in Stadt und Land nur noch eine marginale Rolle".

In der sogenannten Sonntagsfrage gab es im "Trendbarometer" nur geringe Veränderungen. Die CDU/CSU bleibt mit 28 Prozent auf Platz eins vor den Grünen mit 22 Prozent. Die SPD kann sich um einen Punkt auf 13 Prozent verbessern und liegt damit gleichauf mit der AfD. Die Linkspartei legt einen Punkt auf neun Prozent zu. Sie überholt damit die FDP, die einen Punkt auf acht Prozent verliert.

Schwach bleiben die Werte für CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer. Der Umfrage zufolge halten sie nur zwölf Prozent als Kanzlerin für geeignet, 71 Prozent tun dies nicht. Auch 68 Prozent der Unionsanhänger sind hier skeptisch. Im direkten Vergleich mit Grünen-Chef Robert Habeck liegt AKK mit 15 zu 32 Prozent zurück, im Vergleich mit Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) mit 14 zu 33 Prozent.

Forsa befragte vom 13. bis 17. Januar 2504 Wahlberechtigte. Die Fehlerquote wurde mit plus/minus 2,5 Prozentpunkte angegeben. (AFP)

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