Deutsches Sozialsystem : Immer mehr Hartz-IV-Bezieher aus Bulgarien und Rumänien

Die Zahl der Hartz-IV-Bezieher aus Bulgarien und Rumänien hat sich verdreifacht. Es zahlen aber auch immer mehr Bürger dieser Länder ins Sozialsystem ein.

Das Gebäude der Arbeitsagentur mit dem Jobcenter in Stralsund. (Symbolbild)
Das Gebäude der Arbeitsagentur mit dem Jobcenter in Stralsund. (Symbolbild)Foto: Stefan Sauer/dpa

Fünf Jahre nach der Öffnung des deutschen Arbeitsmarkts für Bulgaren und Rumänen hat sich einem Zeitungsbericht zufolge die Zahl der Hartz-IV-Empfänger aus diesen Ländern auf gut 150.000 erhöht und damit mehr als verdreifacht. Das meldete die "Rheinische Post" unter Berufung auf aktuelle Zahlen der Bundesagentur für Arbeit.

Damit sei die Quote der Hartz-IV-Bezieher aus Bulgarien und Rumänien seit Ende 2013 um gut 2,6 Prozentpunkte auf derzeit knapp zwölf Prozent der erwerbsfähigen Menschen aus diesen Ländern gestiegen. Unter den Zuwanderern aus den 28 EU-Ländern insgesamt beziehen demnach dagegen nur knapp acht Prozent Arbeitslosengeld II.

Gleichzeitig sei die Beschäftigungsquote – der Anteil der Erwerbstätigen unter allen erwerbsfähigen Bulgaren und Rumänen in Deutschland – um 25 Prozentpunkte auf heute 60 Prozent gestiegen. Unter den Migranten aus allen EU-Ländern seien dagegen nur 55 Prozent beschäftigt. Nach den Zahlen der Arbeitsagentur waren demnach Ende 2018 deutlich über eine halbe Million Bulgaren und Rumänen in Deutschland beschäftigt. Diese Zahl habe sich in fünf Jahren vervierfacht. (AFP)

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