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Angela Merkel im März 2020
© AFP/John Macdougall/Pool

Werteunion ätzt gegen Angela Merkel: „Die Dame war durch und durch DDR“

Deutschland habe sich 16 Jahre lang von Merkel täuschen lassen, sagt der Chef der konservativen Werteunion Otte. Sie habe „ein Zerstörungswerk“ vollbracht.

Der Vorsitzende der konservativen Werteunion, Max Otte, hat die frühere Bundeskanzlerin Angela Merkel scharf attackiert. „Die Dame war durch und durch DDR, sie war Apparatschik, sie war Funktionär, sie war völlig sozialisiert im Sozialismus“, sagte Otte am Montagabend über die langjährige CDU-Vorsitzende.

„Es ist mir bis heute noch unfassbar, dass ein ganzes Land sich hat von ihr - 16 Jahre oder länger sogar - täuschen lassen. Das ist ein unglaubliches Meisterwerk, was sie da vollbracht hat und das ist ein Zerstörungswerk“, sagte Otte. Er bezog dies auf die Energiewende, die Eurokrise, Migration und die Corona-Pandemie.

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Die Werteunion bezeichnet sich selbst als konservative Basisbewegung innerhalb von CDU und CSU mit rund 4000 Mitgliedern. Sie unterstützt den künftigen CDU-Vorsitzenden Friedrich Merz. Sie ist keine offizielle Parteigliederung.

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Otte stellte sich hinter die sogenannten Spaziergänge von Kritikern der Corona-Maßnahmen und äußerte die Hoffnung, dass viel mehr Menschen auf die Straße gingen. „Dieses Land treibt in undemokratische Zustände“, sagte Otte. Die Meinungsfreiheit sei eingeschränkt. „Wir sind in einer Kulturrevolution.“

Otte äußerte sich bei einer Online-Diskussion, an der auch der frühere Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen teilnahm. Dieser kritisierte, dass Argumente von Kritikern ausgeblendet würden: „Da gibt es eine Steigerung. Zuerst ist man ein Schwurbler, dann ein Querdenker, dann ein Rechtspopulist, dann ein Rechtsradikaler, dann kommt man zum Faschisten, Nazi, und dann ist man der Antisemit.“

Mehr könne er sich als Steigerung kaum vorstellen, sagte Maaßen: „Ich glaube, wenn man in Deutschland der Antisemit ist, das ist in diesem Land der allerallerschwerste Vorwurf, den man machen kann, dann ist man überhaupt aus dem demokratischen Diskurs ausgeschlossen.“

Der ebenfalls an der Diskussion beteiligte Unternehmer Moritz Hunzinger beklagte unter anderem, dass zu viele Journalisten mit Migrationshintergrund in öffentlich-rechtlichen Sendungen zu sehen seien: „Wenn ich das Morgenmagazin anschaue, um auf Temperatur zu kommen, haben wir da jetzt über die Hälfte Gesichter die definitiv einen Migrantenhintergrund haben. Das ist mir zu überdimensioniert.“ (dpa)

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