• Erkenntnisse des NRW-Innenministeriums: Rockergruppe "Osmanen Germania" soll mit der Türkei zusammenarbeiten

Erkenntnisse des NRW-Innenministeriums : Rockergruppe "Osmanen Germania" soll mit der Türkei zusammenarbeiten

Die Führer der Rockergruppe sollen in Kontakt zu Präsidenten Erdogan haben. Allein in NRW soll sie 144 Mitglieder haben.

Polizeibeamte beobachten 2016 in Neuss (Nordrhein-Westfalen) ein Treffen der türkischstämmigen Rockergruppe "Osmanen Germania".
Polizeibeamte beobachten 2016 in Neuss (Nordrhein-Westfalen) ein Treffen der türkischstämmigen Rockergruppe "Osmanen Germania".Foto: Dieter Staniek/dpa

Die Rockergruppe Osmanen Germania arbeitet nach Erkenntnissen der nordrhein-westfälischen Landesregierung mit türkischen Sicherheitsbehörden zusammen. Von den türkischen Behörden würden „die Aktivitäten der Osmanen Germania BC in Deutschland als 'Terrorbekämpfung' bewertet - also gegen die PKK, linksextremistische Türken und die Gülen-Bewegung gerichtet - und ... unterstützt“, heißt es in einem Bericht von Innenminister Herbert Reul (CDU) für die Sitzung des Landtags-Innenausschusses an diesem Donnerstag.

Zudem bestünden „Kontakte zwischen den Führern der Osmanen Germania und Vertretern der AKP sowie Beratern von Staatspräsident (Recep Tayyip) Erdogan“. Laut Reul kam es in der Vergangenheit zu Zusammenstößen der Osmanen mit linksgerichteten türkischen Gruppierungen. Zudem sei die Rockergruppe bei Veranstaltungen regierungsnaher Organisationen in Deutschland als Veranstaltungsschutz aufgetreten. Über den Bericht hatten zunächst die „Kölnische Rundschau„ und die „Rheinische Post“ berichtet.

Die Rockergruppe hatte sich im Jahr 2015 gegründet und war dann schnell gewachsen. Das Landeskriminalamt hatte Anfang 2017 von 144 Mitgliedern in NRW berichtet, das größte Chapter gab es demnach in Essen. In Nordrhein-Westfalen und anderen Bundesländern war die Polizei in den vergangenen Monaten mehrfach mit Razzien gegen die Osmanen vorgegangen. Dabei ging es unter anderem um Geldwäsche, Urkundenfälschung, Erpressung und Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz. (dpa)

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