EU Aid Volunteers : EU-Freiwilligendienst soll bald weltweit möglich sein

Die EU-Kommission will die Regeln beim Freiwilligendienst lockern. Künftig sollen auch Auslandsaufenthalte in Ländern möglich sein, die nicht zur EU gehören.

Das Berlaymont-Gebäude, Sitz der EU-Kommission, in Brüssel.
Das Berlaymont-Gebäude, Sitz der EU-Kommission, in Brüssel.Foto: Roland Schlager/dpa

Ab 2021 sollen Jugendliche den Freiwilligendienst im neuen Europäischen Solidaritätskorps auch in Nicht-EU-Ländern leisten können. Das sieht ein am Montag in Brüssel veröffentlichter Vorschlag der EU-Kommission vor. Über die Internetplattform „EU Aid Volunteers“ will die EU jungen Menschen die Möglichkeit geben, sich in humanitären Projekten weltweit zu engagieren. Bisher war dies über den Freiwilligendienst nur innerhalb der EU möglich.

Insgesamt will die Kommission zwischen 2021 und 2027 rund 1,26 Milliarden Euro für das neue EU-Freiwilligenprogramm bereitstellen. Damit könnten 350.000 junge Menschen teilnehmen.

„Solidarität ist einer der wichtigsten Werte in der EU“, so EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger. Viele junge Menschen interessierten sich für den neuen Dienst. Deshalb wolle die EU-Kommission das Budget dafür deutlich erhöhen. Für den Zeitraum 2018 bis 2020 stellte die Kommission 376,5 Millionen Euro zur Verfügung.

Seit dem vorläufigen Start des Europäischen Solidaritätskorps im Dezember 2016 haben 64.000 Personen auf der entsprechenden Internetplattform ihr Interesse bekundet. 5.000 haben den Dienst bereits angetreten. Teilnehmen können Jugendliche aus der EU zwischen 18 und 30 Jahren. (KNA)

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