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Fall Lübcke : Ermittler haben offenbar Hinweise auf weitere Täter

Eine Zeuge will in der Nacht des Mordes an Walter Lübcke zwei Autos beobachtet haben. Das berichten „Süddeutsche Zeitung“, NDR und WDR. Gab es mehrere Täter?

Die Beerdigung von Walter Lübcke.
Die Beerdigung von Walter Lübcke.Foto: REUTERS

Die Bundesanwaltschaft geht Hinweisen nach, dass es im Fall des ermordeten CDU-Politikers Walter Lübcke mehrere Täter gegeben haben könnte. Das berichten „Süddeutsche Zeitung“, NDR und WDR. Dem Bericht zufolge habe ein Zeuge in der Tatnacht zwei Autos beobachtet, die auffällig schnell und aggressiv durch den Ort fuhren. Zuvor habe er einen Schuss gehört. Bei einem Auto habe es sich um einen VW Caddy gehandelt. Solch ein Auto fahre den Ermittlern zufolge auch der festgenommene Rechtsextremist Stephan E.

Dem Bericht zufolge hieß es bereits im Haftbefehl gegen Stephan E., es gebe „Hinweise auf Mittäter oder Mitwisser“. Bei der Durchsuchung der Wohnung von Stephan E. sollen die Ermittler einen weiteren Autoschlüssel entdeckt haben, versteckt im CD-Fach eines Radios im Gäste-WC. Dieser gehöre zu einem Fahrzeug der Marke Skoda, das Stephan E. von einem Familienmitglied übernommen haben soll. Bis jetzt sei dieses Auto nicht gefunden worden.

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Lübcke war vor rund zwei Wochen auf der Terrasse seines Hauses bei Kassel durch einen Kopfschuss getötet worden. Seit Sonntag sitzt Stephan E. unter Mordverdacht in Untersuchungshaft. Die Generalbundesanwaltschaft geht von einem rechtsextremistischen Hintergrund der Tat aus. Der Tatverdächtige hat sich nach Ermittlerangaben noch nicht geäußert. Die Bundesanwaltschaft hatte am Montag zunächst erklärt, Hinweise auf ein rechtsterroristisches Netzwerk gebe es bisher nicht. Der Frage nach Hintermännern werde aber nachgegangen. (Tsp, dpa)

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