Flüchtlinge und Retter beleidigt : Mallorca erklärt Salvini zur "Persona non grata"

Die Ferieninsel setzt ein Zeichen: Der populistische italienische Innenminister Salvini ist auf Mallorca nicht erwünscht.

Macht Politik mit populistischen Parolen und Entscheidungen: Italiens Innenminister Matteo Salvini.
Macht Politik mit populistischen Parolen und Entscheidungen: Italiens Innenminister Matteo Salvini.Foto: Andrew Medichini/AP/dpa

Mallorca hat den italienischen Rechtspopulisten Matteo Salvini zur unerwünschten Person erklärt. Der Innenminister Italiens sei wegen seiner Beleidigungen von Flüchtlingen und Rettern eine "Persona non grata" auf der Baleareninsel, twitterte die Linkspartei Podemos auf Mallorca. Sie hatte zusammen mit anderen Linksparteien einen entsprechenden Antrag im Inselrat eingebracht. Dieser sei dieser einstimmig angenommen worden, berichteten spanische Medien.

Salvini reagierte prompt: "Nicht willkommen auf Mallorca? Wen kümmert das, ich mache meinen Urlaub in Italien", schrieb er auf Twitter.

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Matteo Salvini, Chef der fremdenfeindlichen Lega, hat privaten Seenotrettern die Einfahrt in italienische Häfen versperrt. Das Flüchtlingsrettungsschiff "Aquarius" musste deshalb nach tagelanger Irrfahrt nach Spanien ausweichen und legte in Valencia an. Die "Astral" der spanischen Hilfsorganisation Proactiva Open Arms landete vor einer Woche mit einer Überlebenden und zwei Leichen an Bord auf Mallorca an. Italien hatte zuvor angekündigt, sich nur um die Frau aus Kamerun, nicht aber um die Toten kümmern zu wollen. (dpa)

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