• Fragen des Tages : Mehr als 20.000 Mittelmeer-Tote und Suche nach „Trompete“-Besuchern – was heute wichtig war

Fragen des Tages : Mehr als 20.000 Mittelmeer-Tote und Suche nach „Trompete“-Besuchern – was heute wichtig war

Außerdem: Weltweit mehr als 100.000 Coronavirus-Infizierte und die SPD diskutiert über Kanzlerkandidaten. Die Themen des Tages – mit Blick aufs Wochenende.

Ein Flüchtlingsboot fährt vor der Küste vor Libyen, beobachtet aus dem Suchflugzeug der Hilfsorganisation Sea-Watch (Archivbild).
Ein Flüchtlingsboot fährt vor der Küste vor Libyen, beobachtet aus dem Suchflugzeug der Hilfsorganisation Sea-Watch (Archivbild).Foto: imago/Rene Traut

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Was ist passiert?

  • Weltweit über 100.000 Coronavirus-Infizierte, 19 in Berlin
    Die WHO bezeichnet es als „falsche Hoffnung“, dass das Coronavirus wie eine Grippe im Sommer einfach so verschwinden werde. Aktuell steigen die Zahlen weiter: In Berlin gibt es derzeit 19 bestätigte Fälle. Weltweit haben sich laut dem RKI inzwischen rund 97.000 Menschen in mehr in mehr als 80 Ländern nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Mehr über die Situation in Europa erfahren Sie hier in unserem Live-Blog.
  • Berliner Gesundheitsverwaltung sucht nach Besuchern des Clubs „Trompete“
    Ein Mann aus Reinickendorf, der mit dem Coronavirus infiziert ist, war am vergangenen Sonnabend (29. Februar) Gast im Club „Trompete“ in Tiergarten. Die Gesundheitsverwaltung bittet daher alle, die den Club am betroffenen Abend besucht haben, zu Hause zu bleiben und das Gesundheitsamt via Mail (corona@ba-mitte.berlin.de) inklusive ihrer eigenen Wohnadresse zu informieren. Mehr über die Situation in Berlin erfahren Sie hier in einem weiteren Live-Blog.
  • Mehr als 20.000 Menschen bei Flucht über das Mittelmeer gestorben
    Die Zahl der Menschen, die seit 2014 bei der Flucht über das Mittelmeer umgekommen sind, ist auf mehr als 20.000 gestiegen. Das berichtete die UN-Organisation für Migration (IOM) am Freitag in Genf. Sie erfasst die Todesopfer seit Beginn der starken Fluchtbewegung 2014. Das erhöht den Druck auf die EU, sich zu entscheiden: Härte an der Grenze zeigen oder zumindest einen Teil der Flüchtlinge aufnehmen. Die Hintergründe dazu können Sie hier nachlesen.
  • SPD diskutiert über Kanzlerkandidaten
    SPD-Vizechef Kevin Kühnert hat seine Partei aufgefordert, noch in diesem Jahr über die Kanzlerkandidatur zu entscheiden. Namen potenzieller Kandidaten nannte Kühnert nicht. Das tat statt seiner Ex-Kanzler Gerhard Schröder. Vier oder fünf Leute kämen dafür infrage, meinte Schröder im „Spiegel“ und verwies auf Vizekanzler Olaf Scholz, Arbeitsminister Hubertus Heil, Familienministerin Franziska Giffey, Fraktionschef Rolf Mützenich und Generalsekretär Klingbeil. Warum der Kandidat vielleicht doch nicht so schnell gekürt wird, steht hier
  • „Bergmannstraßenfest“ bekommt neuen Namen
    Es ist eine Berühmtheit – das „Bergmannstraßenfest“ in Berlin-Kreuzberg. Doch zuletzt gab es viel Knatsch. Nun erklärt der künstlerische Chef des Festes im Interview, warum die international bekannte Marke aufgegeben werden muss. Die Antwort finden Sie hier.

Coronavirus – Update

Wie ist die Lage in Berlin? Aktuell gibt es 19 Infizierte (Stand 18 Uhr). Die meisten neuen Fälle stehen in Verbindung mit bereits bekannten Fällen. Die Suche nach Kontaktpersonen geht indes weiter. Kritik am Krisenmanagement kommt auch von den Betroffenen, die aktuell in Quarantäne sind. Sie bemängeln, dass es kaum Auskunft gebe und die Coronavirus-Tests sehr lange brauchten. Wie es den Menschen geht, erfahren Sie hier.

Welche wirtschaftlichen Folgen gibt es? Die ökonomischen Folgen des Coronavirus sind immer stärker spürbar. Jedes zweite Unternehmen in Deutschland rechnet einer Umfrage zufolge in diesem Jahr mit einem Umsatzrückgang wegen der Coronavirus-Epidemie. Weit überdurchschnittlich stark betroffen sind MessebetriebeReisewirtschaft und Gastgewerbe, wie aus der vorläufigen Auswertung einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) unter mehr als 10.000 Betrieben aus allen Regionen und Branchen hervorgeht. "Hier melden uns um die 70 Prozent der Unternehmen erhebliche Umsatzrückgänge im zweistelligen Bereich, weil in einem bislang nicht gekannten Umfang flächendeckend storniert wird", sagte DIHK-Präsident Eric Schweitzer am Freitag.

Wie geht es mit den zahlreichen Veranstaltungen weiter? In Dänemark sollen alle Veranstaltung mit mehr als 1000 Menschen abgesagt werden. Auch in Deutschland werden immer mehr Veranstaltungen, aber auch Kongresse im Wissenschaftsbereich abgesagt. Es finden aber gleichzeitig auch viele Veranstaltungen statt. So zum Beispiel auch das Spitzenspiel der Fußball-Bundesliga am Samstagabend: Borussia Mönchengladbach gegen Borussia Dortmund. Die Absage stand im Raum, da das Gladbacher Stadion in der Nähe des Landkreises Heinsberg liegt, der bundesweit am stärksten vom Coronavirus betroffen ist. Die neuesten Zahlren zum Coronavirus finden Sie auch in unseren Echtzeit-Grafiken hier.

Was könnte ich unternehmen?

Meine Kolleginnen und Kollegen aus unserer Genuss-Redaktion sind ausgeschwärmt, um die besten Fischgerichte der Hauptstadt zu finden. Und das Ergebnis können Sie hier nachlesen und vor allem dann selbst mal hingehen und probieren. Vom Fischbrötchen auf die Hand bis zum Seezunge auf Fine-Dining-Niveau ist alles dabei. 

Gibt es was im Fernsehen?

An der Stelle schonmal ein Ausblick auf das Wochenende. Am Sonntag ermittelt Lena Odenthal alias Ulrike Folkerts im Tatort. Und sie verzweifelt - nicht so sehr am Kriminalfall selbst, sondern an der Perspektivlosigkeit dreier Jugendlicher. Die Kritik meines Kollegen Kurt Sagatz lesen Sie hier.#

Was sollte ich für morgen wissen?

Hertha spielt. Der BSC tritt am Samstagnachmittag gegen Werder Bremen an. Weitere Fanproteste im Machtkampf gegen den DFB sind zu erwarten.

Internationaler Frauentag. In Deutschland nur in Berlin ein Feiertag – doch dieses Jahr fällt er auf einen Sonntag. Mehrere Demonstrationen für mehr Frauenrechte sind in der Hauptstadt angekündigt.

Zahl des Tages!

26 –Prozent. Auf diesen Wert ist die Union ist im ZDF-Politbarometer abgerutscht – ein Rekordtief. Wenn am kommenden Sonntag Bundestagswahl wäre, würden CDU/CSU laut der am Freitag veröffentlichten Umfrage im Vergleich zur Erhebung im Februar einen Punkt verlieren. Die SPD würde demnach um zwei Punkte auf 16 Prozent zulegen. Die Grünen steigern sich um einen Punkt und bleiben mit 23 Prozent klar zweitstärkste Kraft.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend. Wenn Sie Fragen, Anregungen, Kritik zu diesem neuen Newsletter haben, können Sie mir gerne mailen. Und wenn Sie diesen Newsletter weiterempfehlen wollen, dann können Sie einfach diesen Anmeldelink hier teilen.

Danke und herzliche Grüße

Ihr

Christian Tretbar

Mitglied der Chefredaktion 

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