• Fragen des Tages: Nawalny wurde „zweifelsfrei“ vergiftet, Neues vom Ku'damm-Unfall – das war wichtig

Fragen des Tages : Nawalny wurde „zweifelsfrei“ vergiftet, Neues vom Ku'damm-Unfall – das war wichtig

Außerdem: Trump macht sich Chaos in Kenosha zunutze, der Missbrauchskomplex in Bergisch Gladbach – und darf man Corona-Skeptiker „Covidioten“ nennen?

Der beschädigte BMW, der für den Unfall am Ku'damm gesorgt haben soll, war ein 500-PS-Auto.
Der beschädigte BMW, der für den Unfall am Ku'damm gesorgt haben soll, war ein 500-PS-Auto.Foto: Paul Zinken/dpa

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Was ist passiert?

• Innenstädte brennen, Geschäfte werden geplündert – und Trump wittert seine Chance: Der Präsident schürt Chaos und Gewalt und empfiehlt sich dann in Kenosha als Garant von Law and Order. Schafft er so die Wiederwahl für eine zweite Amtszeit?

• Merkel verlangt im Fall Nawalny Antworten von Russland: Der Kreml-Kritiker Nawalny wurde Merkel zufolge „zweifelsfrei“ mit dem Nervenkampfstoff Nowitschok vergiftet. Die Bundesregierung droht nun mit Konsequenzen. 

• Unfallwagen vom Ku'damm ist ein 500-PS-Auto: Der Unfallwagen vom Ku'damm war ein gemieteter BMW 750. Der Bezirksbürgermeister fordert mehr Blitzer, die Verkehrsverwaltung winkt ab. 

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• Ein Papier macht die rot-rot-grünen Träumereien zunichte: Einflussreiche Linken-Politiker haben ein Papier veröffentlicht, das Olaf Scholz einen Schrecken einjagen dürfte. Rot-rot-grün? Immer unwahrscheinlicher. 

• Missbrauchskomplex Bergisch Gladbach: Mit jeder Durchsuchung in dem Fall wächst die ohnehin schon riesige Datenmenge, die die Ermittler auswerten müssen - und die sie auf wieder neue Spuren bringt. Jetzt wurden bei Razzien in mehreren Bundesländern wieder 2000 Beweismittel sichergestellt. Insgesamt gibt es bis zu 30.000 Verdächtige. 

Prasident Donald Trump besichtigt die Trümmer nach tagelangen Ausschreitungen in Kenosha, Wisconsin.
Prasident Donald Trump besichtigt die Trümmer nach tagelangen Ausschreitungen in Kenosha, Wisconsin.Foto:Mandel Ngan/ AFP

Was wurde diskutiert?

• Änderungen bei der Insolvenzpflicht: Nachdem die Regelung lange ausgesetzt war, müssen Firmen ab Oktober bei Zahlungsunfähigkeit wieder Insolvenz anmelden. Das kann den Aufschwung abwürgen. Ein Kommentar von Carla Neuhaus. 

• Darf man Corona-Skeptiker als "Covidioten" bezeichnen? Ja, darf man, meint die Berliner Staatsanwaltschaft. Die Aussage sei von der Meinungsfreiheit gedeckt. Die Staatsanwaltschaft prüfte nach eigenen Angaben vom Mittwoch hunderte von gleichgelagerten Strafanzeigen gegen Esken wegen des Verdachts der Beleidigung und stellte die Verfahren ohne Aufnahme von Ermittlungen ein.

Änderungen zur Insolvenzpflicht. Manche Einzelhändler mussten bereits dauerhaft schließen.
Änderungen zur Insolvenzpflicht. Manche Einzelhändler mussten bereits dauerhaft schließen.Foto: dpa

Was können Abonnenten von T+ lesen?

• Wie Grüne und FDP sich auf eine Zusammenarbeit nach der Bundestagswahl vorbereiten: Grüne und Liberale sind sich spinnefeind. Doch in beiden Parteien arbeiten Funktionäre mit Nachdruck an einer Annäherung. Unser Hauptstadtbüro hat die Details.

• Wie die Älteren ihrer Bewegung beraubt werden: Die vielen älteren Menschen brauchen den Sport dringend. Doch in der Coronakrise sind die Türen für sie oft verschlossen. Ein drastisches Beispiel aus Berlin. 

• Der trockene Wald setzt Amphibien zu: Jahre der Trockenheit machen nicht nur Bäumen zu schaffen, auch viele Tierarten in den Wäldern Brandenburgs geraten in Existenznöte.Nicht nur Lurche. 

• Sneaker und Handtaschen werden zu Luxusobjekten: Mehr als eine halbe Million Dollar ist bei einer Auktion für ein begehrtes Paar Turnschuhe drin. Auch Luxus-Handtaschen sind gefragt. 

Was können wir unternehmen?

Lesen! Schriftstellerin Giulia Caminito zeichnet in ihrem neuen Buch "Ein Tag wird kommen" ein einzigartiges und sinnliches Panorama des turbulenten 20. Jahrhunderts in Italien. 

Kunst schauen! Manche seiner Bilder vibrieren vor sexuellem Begehren. Doch erst nach Mauerfall konnte Jürgen Wittdorf seine Identität leben. Der Kunstverein Ost in Berlin zeigt sein Werk. 

Nachdenken! Die amerikanische Philosophin Danielle Allen legt ein Plädoyer für „Politische Gleichheit“ vor - und gegen den Meisterdenker des Liberalismus, John Rawls. Hier mehr. 

[Behalten Sie den Überblick über die Corona-Entwicklung in Ihrem Berliner Kiez. In unseren Tagesspiegel-Bezirksnewslettern berichten wir über die Krise und die Auswirkungen auf Ihre Nachbarschaft. Kostenlos und kompakt: leute.tagesspiegel.de.]

Netflixen! Wendy und Elmar statt Superman und Batman: Der Netflix-Film „Freaks“ problematisiert das Superheldenthema auf typisch deutsche Art. 

Kochen & Essen! Als Kind war sie süchtig nach knusprigem Brot, heute liebt sie japanische Nudelsuppen - die bekannte Regisseurin und Autorin Doris Dörrie schreibt bei uns über ihre Liebe zum Essen.

Vibrierendes Begehren. Im Holzschnitt „Unter der Dusche“ von Jürgen Wittdorf gibt es auch eine homoerotische Lesart.
Vibrierendes Begehren. Im Holzschnitt „Unter der Dusche“ von Jürgen Wittdorf gibt es auch eine homoerotische Lesart.Foto: courtesy KVOST und Schwules Museum Berlin

Was sollte ich für morgen wissen?

• Morgen Abend startet die Deutsche Fußballnationalmannschaft gegen Spanien in die Nations League. Anstoß ist 20:45 Uhr in Stuttgart. Wie die Teams bei dem Turnier abschließen bestimmt ihre Platzierung in den Setzlisten bei Welt- und Europameisterschaften. 

• Das Konzerthaus in Dortmund führt mit strengem Corona-Schutzkonzept Haydns „Die Schöpfung“ auf. Nach monatelangem Konzertstopp ist es das wohl bundesweit erste große Chorkonzert mit knapp 90 Musikern auf der Bühne und 790 Zuhörern im Saal. Die Musiker sind mehrfach getestet und verbringen die Probenzeit in Quarantäne im Hotel.

Zahl des Tages

76,1 Milliarden Dollar. Um diesen Betrag ist das Nettovermögen von Tesla-Gründer Elon Muskim vergangenen Jahr gewachsen. Angetrieben wurde es vor allem durch eine höhere Aktien-Bewertung von Teslas Weltraumsparte SpaceX. Heute war Musk in Berlin zu Besuch. Mehr dazu lesen Sie hier, wie schnell die Tesla-Fabrik in Grünheide entsteht, können Sie an dieser Stelle nachlesen

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