Fragen des Tages : Raketenangriff und Flugzeugabsturz im Iran – das war heute wichtig

Der Iran lässt uns nicht los, heute sogar in zweifacher Hinsicht. In Berlin ist eine Radfahrerin von einem Lkw überfahren worden. Die Themen des Tages.

US-Präsident Donald Trump bei seinem Statement zum iranischen Raketenangriff auf zwei US-Militärbasen im Irak.
US-Präsident Donald Trump bei seinem Statement zum iranischen Raketenangriff auf zwei US-Militärbasen im Irak.Foto: REUTERS/Jonathan Ernst

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Was ist passiert?
Iran attackiert US-Stützpunkt im Irak
Der Iran hat zwei US-Militärbasen im Irak angegriffen. Laut US-Präsident Donald Trump hat es dabei keine Todesopfer gegeben. International wird dies als Vergeltungsmaßnahme für die Tötung des iranischen Generals Soleimani vor einigen Tagen durch die USA gesehen. Irans geistliches Oberhaupt Ajatollah Ali Chamenei bezeichnete den Angriff dagegen nur als „Ohrfeige“. Das Thema Rache für den Tod Soleimanis sei „eine andere Sache“.

Mehr Hintergründe zu dem Angriff und möglichen Folgen lesen Sie hier. Alle aktuellen Entwicklungen zur Krise im Nahen Osten können Sie in unserem Liveblog verfolgen.

Flugzeugabsturz im Iran
Beim Absturz einer Boeing 737 der Fluglinie Ukraine International Airlines im Iran starben alle 176 Passagiere und Crew-Mitglieder. Der Iran spricht von „technischen Schwierigkeiten“ der Maschine. Allerdings gibt es Zweifel daran. Ob aber ein Zusammenhang des Absturzes der ukrainischen Maschine mit der militärischen Eskalation des Konflikts zwischen dem Iran und den USA besteht, ist ebenso unklar.

Zunächst hieß es, auch drei Deutsche seien unter den Opfern, was das Auswärtige Amt aber dementierte. Mehr Hintergründe dazu lesen Sie hier.

Von der Leyen warnt vor schneller Brexit-Einigung
Das erste Zusammentreffen zwischen Ursula von der Leyen und dem britischen Premierminister Boris Johnson am Mittwoch in London hat die Schwierigkeit der kommenden Brexit-Verhandlungen verdeutlicht. Die EU-Kommissionspräsidentin zeigte sich skeptisch, dass in der Übergangsphase nach dem EU-Austritt Großbritanniens am 31. Januar alle Fragen der Zusammenarbeit geklärt werden könnten. Mehr Hintergründe zu ihrem Besuch in London hier.

Erneut tödlich verunglückte Radfahrerin in Berlin
In Berlin-Kreuzberg ist am Mittwoch eine Radfahrerin von einem Lastwagen überfahren und tödlich verletzt worden. Sie ist bereits die dritte Verkehrstote in diesem Jahr. Mehr Hintergründe zu dem Unfall lesen Sie hier.

Berlins größtes Zukunftsprojekt gewinnt an Kontur
Am Mittwoch präsentierten Siemens und Senat den Gewinner des städtebaulichen Wettbewerbs eines 70 Hektar großen Areals in Berlin-Siemensstadt. Der Gewinnentwurf für das Großbauprojekt kommt vom Berliner Planungsbüro Ortner & Ortner BAUKUNST. Damit nimmt eines der größten Zukunftsprojekte Berlins Konturen an. Wie der Entwurf aussieht und wie es dort weitergeht, erfahren Sie hier.

Was wird diskutiert?

Wie sollte die EU im aktuellen Konflikt zwischen den USA und Iran reagieren? Soll die EU weiter fester Bündnispartner der USA bleiben? Einige unserer Leser führen an, dass die USA zu oft falsche Kriege führen würde und die EU deshalb unabhängiger werden müsse. Andere schreiben, die EU habe nicht die Kapazitäten für eine solche Unabhängigkeit.

Auslöser der Debatte, die Sie, liebe Leserinnen und Leser, hier verfolgen können, ist ein Beitrag von Ex-Außenminister Sigmar Gabriel, der sich dafür ausspricht, dass die EU ins „politische Risiko“ gehen müsse und notfalls auch mal gegen die USA argumentieren und handeln müsse.

Was könnte ich heute Abend lesen?
Wie wäre es mal mit Ski fahren in Dänemark? So ein Müll, denken Sie? Das stimmt. Denn in Kopenhagen kann man das ganze Jahr über auf einer künstlichen Skipiste fahren, die auf dem Dach einer Müllverbrennungsanlage aufgebaut ist: 490 Meter lang und ein Höhenunterschied von 85 Metern. Mein Kollege Bernhard Schulz war dort und hier können Sie lesen, warum es das Projekt gibt, was sich die Initiatoren dabei gedacht haben und wie es im Inneren aussieht.


Was könnte ich heute Abend unternehmen?
Normalerweise empfehle ich an der Stelle gerne ein paar Ausgehtipps, oder Kino-Highlights. Heute würde ich Ihnen ausnahmsweise, aber wirklich nur ausnahmsweise, mal die Konkurrenz empfehlen. Denn Spiegel Online, Pionier des Online-Journalismus in Deutschland, sieht seit heute anders aus – und heißt auch anders. Ich finde den Auftritt sehr gelungen und habe Respekt, denn wir arbeiten an ganz ähnlichen Projekten.

Auch beim Tagesspiegel hat sich digital schon einiges verändert und weitere Schritte werden in den nächsten Monaten folgen. Zudem organisieren wir uns auch gerade in der Redaktion um, damit wir digital noch schlagkräftiger werden. Deshalb weiß ich, was die Kolleginnen und Kollegen in Hamburg an Arbeit investiert haben. Wenn Sie für unseren Digitalauftritt Tagesspiegel.de schon ein paar Anregungen, Wünsche und Kritik haben, dann immer her damit. Per Mail direkt an mich. Danke im Voraus!

Und wer doch lieber ausgehen will, dem empfehle ich gerne etwas aus unserem Checkpoint. Die Kolleginnen und Kollegen haben das „Avocai“ in Berlin-Mitte getestet. Morgens kann man dort Pancakes essen und abends verwandelt sich das Café in ein Pilates-Studio, wo man die Pfunde wieder abtrainieren kann. Mehr dazu sowie viele weitere Empfehlungen hier auf unserer Checkpoint-Seite.

Gibt es was im Fernsehen?
Mit dem Messiahs ist das so eine Sache. Viel zu oft ist er oder die Suche nach ihm Ursprung vieler Konflikte auf der Welt. Aber die Serie auf Netflix ist zu empfehlen. Zumindest mein Kollege Joachim Huber sieht das so. Er schreibt in seiner Kritik, dass die zehnteilige Serie ein "spirituelles, auf jeden Fall spannendes Experiment" für das Publikum sei. Lesen Sie hier die ganze Kritik.

Was sollte ich für morgen wissen?
Die SPD-Bundestagsfraktion kommt zu einer Klausur zusammen. Spannend wird hier zu beobachten sein, wie sich die Fraktion auch im Verhältnis zur neuen Parteispitze positionieren will.

Der Digitalreport 2020 wird vorgestellt. Allensbach und die ESCP Business School stellen die Ergebnisse einer Umfrage zur digitalen Wettbewerbsfähigkeit vor.

Zahl des Tages!
96 Prozent der Berliner S-Bahnen waren im Jahr 2019 pünktlich. Damit wurde erstmals die Vorgabe des Verkehrsverbunds Berlin-Brandenburg, die bei 96 Prozent liegt, erfüllt. In den Jahren zuvor gelang das nicht. Was 2019 besser lief und warum nur der Juni Probleme bereitet hatte, erfahren Sie hier.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend. Wenn Sie Fragen, Anregungen, Kritik zu diesem Newsletter haben, können Sie mir gerne mailen.

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Danke und herzliche Grüße
Ihr
Christian Tretbar
Mitglied der Chefredaktion

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