• Fragen des Tages: Trump macht Rückzieher, Mallorca schließt Ballermann-Lokale – das war wichtig

Fragen des Tages : Trump macht Rückzieher, Mallorca schließt Ballermann-Lokale – das war wichtig

Außerdem: Serienvergewaltiger gefasst + Paritätsregelung für Wahllisten in Thüringen verfassungswidrig + Reiche in Deutschland noch reicher als gedacht

Dichtes gedränge herrscht an der "Bierstraße" in Palma de Mallorca.
Dichtes gedränge herrscht an der "Bierstraße" in Palma de Mallorca.Foto: picture alliance/dpa

Wie jeden Tag bringen wir Sie mit den Fragen des Tages auf den aktuellen Stand – natürlich mit den passenden Antworten. Sie können die „Fragen des Tages“ auch als kostenlosen Newsletter per Mail bestellen. Zur Anmeldung geht es hier.

Was ist passiert?

• Trump macht Rückzieher
Der US-Präsident macht etwas für ihn Ungewöhnliches und gibt dem Druck nach: Ausländische Studierende werden jetzt doch nicht aus den USA ausgewiesen. Sie behalten jetzt auch ihr Visum, wenn sie im Wintersemester nur online Kurse belegen. Die Hintergründe kennt Juliane Schäuble.

• Zwangsschließung der Ballermann-Lokale
Die balearischen Kneipiers können sich bei den deutschen Touristen jetzt ganz herzlich bedanken (Ironie aus): Wegen der komplett außer Kontrolle geratenen, illegalen Parties in der "Bier"- und "Schinkenstraße" am "Ballermann" hat Mallorca die Zwangsschließung aller Lokale dort beschlossen. Die Regelung gilt jetzt erst einmal für zwei Monate.

• Serienvergewaltiger gefasst und Richterin vorgeführt
Polizei und Staatsanwaltschaft haben eine Serie von Sexualstraftaten in Berlin und Brandenburg aufgeklärt. Ein 29-Jähriger hat mindestens acht Frauen vergewaltigt, beziehungsweise es versucht, drei der Taten werden von den Ermittlern als besonders schwer eingestuft. Am Dienstagabend war der Mann festgenommen worden, heute gab es dann mehr Informationen zu dem Fall.

• Paritätsregelung für Wahllisten in Thüringen verfassungswidrig
Auf eine AfD-Klage hin hat Thüringens Verfassungsgericht jetzt entschieden: Die Parteien müssen ihre Kandidatenlisten für Landtagswahlen nicht abwechselnd mit Männern und Frauen besetzen. 

• Reiche in Deutschland sind noch reicher als gedacht
Wissenschaftler vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) haben nun erstmals verlässliche Daten über die Reichsten der Deutschen auswerten können. Das Ergebnis: Die Vermögen sind noch ungleicher verteilt als angenommen. Für die Politik ist das ein Weckruf. Carla Neuhaus analysiert, was jetzt zu tun wäre.

Was könnte ich aus dem Plus-Bereich lesen?

Zwei Eheringe auf einem gebrochenen Schaumstoff-Herzen.
Zwei Eheringe auf einem gebrochenen Schaumstoff-Herzen.Foto: imago images/Panthermedia

• Das Ehe-Aus-Virus
In Corona-Zeiten lernen sich nun Paare oft besser kennen, als ihnen lieb ist. Die Trennungen haben sich seit März verfünffacht, sagt die Berliner Scheidungsanwältin Alicia von Rosenberg. Allerdings gibt es auch Rettung – mehr dazu schreibt hier Selina Bettendorf.

• Timothy Garton Ash zu freier Rede und "Cancel Culture"
Der renommierte Historiker Timothy Garton Ash reagiert auf einen offenen Brief von Künstler*innen und Autor*innen im "Harper's Magazine" und fordert, statt missliebige Stimmen auszugrenzen oder zu „canceln“, noch viel mehr Stimmen als bisher zu hören. Lesen Sie hier seinen Gastbeitrag.

• Wie geht es weiter mit Onkel Toms Hütte?
Der Basketballer Moses Pölking will U-Bahnstation und Straße im Bezirk Zehlendorf umbenennen, Tausende unterschreiben. Doch der Vorschlag stößt nicht nur auf Begeisterung. Mein Kollege Sinan Recber hat die verschiedenen Ansichten gehört

• Wie Viktor Orbán das Stadtbild von Budapest ideologisch auflädt
Während weltweit über Denkmäler und Straßennamen diskutiert wird, hat die rechte Regierung in Ungarn ihre Hauptstadt längst nach ihren nationalistischen Vorstellungen umgestaltet. Judith Langowski schreibt über die rückwärtsgewandte Erinnerungspolitik in Ungarn.

Welche Tipps gibt es für Plus-Abonnenten?

Ein Jugendlicher schaut in einen Computer
Ein Jugendlicher schaut in einen ComputerFoto: picture alliance / dpa

• Was Eltern wissen sollten, wenn ihre Kinder Pornos schauen
Durch das Internet geraten heute schon Neun- bis Zehnjährige an pornografische Darstellungen. Welche Folge hat das? Der Sexualwissenschaftler Konrad Weller spricht über Vorurteile und Sorgen.

• Wie kann ich mein Geld nachhaltig investieren?
Corona hat den Trend zur nachhaltigen Geldanlage verstärkt. Doch um dabei den richtigen Fonds zu finden, muss man einige Dinge beachten.

Was können wir unternehmen?

Kelvin Harrison Jr. (r) Renee Elise Goldsberry in einer Szene des Films "Waves".
Kelvin Harrison Jr. (r) Renee Elise Goldsberry in einer Szene des Films "Waves".Foto: dpa

Einen Kinofilm sehen: Mein Kollege Andreas Busche ist hin- und weg von "Waves", dem Familiendrama des Regisseurs Trey Edward Shults. Unsere Empfehlung - wenn Sie in ein Kino Ihres Vertrauens gehen wollen.

Lesen: Die Bücher des syrischen Autors Khaled Khalifa, der immer noch in Damaskus wohnt, sind in seinem Heimatland verboten. Seinen Roman „Keine Messer in den Küchen der Stadt“ über eine Familie in Aleppo schloss Khalifa 2013 ab, kurz bevor der Bürgerkrieg die Stadt erreichte. Ein düsteres Porträt der syrischen Gesellschaft, das jetzt auch auf Deutsch erschienen ist.

Was sollte ich für morgen wissen?

Deniz Yücel, Journalist der "Welt" geht zum Amtsgericht Tiergarten.
Deniz Yücel, Journalist der "Welt" geht zum Amtsgericht Tiergarten.Foto: dpa

Am Donnerstag wird in der Türkei der Prozess gegen den Welt-Journalisten Deniz Yücel fortgesetzt, möglicherweise fällt auch ein Urteil. Deniz Yücel war ein Jahr lang in der Türkei im Gefängnis festgehalten worden, im Februar 2018 konnte er das Land dann verlassen.

Der Wald in Deutschland leidet am Klimawandel. Wie dem "neuen Waldsterben" begegnet werden kann, dazu gibt es am Donnerstag mehr Informationen vom Bundesgeschäftsführer der Verbraucher Initiative, Georg Abel, und dem Vorsitzenden des Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes, Andreas Bitter.

Zahl des Tages!

13 Milliarden Euro - diese immense Summe verlangt die EU-Kommission seit immerhin vier Jahren von Apple in Irland an Steuernachzahlungen. Heute hat das EU-Gericht in Luxemburg diese Forderung zurückgewiesen. Für Brüssel ist das ein massiver Rückschlag.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend. Wenn Sie Fragen, Anregungen, Kritik zu diesem neuen Newsletter haben, können Sie mir gerne mailen.

Danke und herzliche Grüße
Ihre
Ruth Ciesinger
Verantwortliche Redakteurin Online

Der neue Morgenlage-Newsletter: Jetzt gratis anmelden!