• Fragen des Tages: Unruhige Zeiten bei der CDU und Klinsmann gibt auf – das war heute wichtig

Fragen des Tages : Unruhige Zeiten bei der CDU und Klinsmann gibt auf – das war heute wichtig

Außerdem: Sinkende Mieten und Zuwanderer, die dem Gesundheitssystem helfen. Die Themen des Tages im Überblick – und ein paar Empfehlungen für den Abend.

Personaldebatten bei der CDU.
Personaldebatten bei der CDU.Karikatur: Klaus Stuttmann

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Was ist passiert?


Jürgen Klinsmann gibt auf
Das ging schnell: Gerade mal zehn Wochen trainierte der ehemalige Bundestrainer die Mannschaft von Hertha BSC - schwupps, schon ist es wieder vorbei mit der Herrlichkeit. „Ich bin nach langer Überlegung zum Schluss gekommen, mein Amt als Cheftrainer der Hertha zur Verfügung zu stellen“, schrieb Jürgen Klinsmann am Dienstagmorgen auf Facebook. Die Vereinsführung hat seine Entscheidung komplett unvorbereitet getroffen, wie meine Kollegen berichten. Und was davon zu halten ist, kommentiert hier Michael Rosentritt.

Sinkende Mieten, steigende Kaufpreise
„Wer ist so verrückt und kauft noch in Berlin?", fragt sich Harald Simons vom Forschungsinstitut empirica. Und das will etwas heißen, denn Simons ist Mitautor des Frühjahrsgutachtens des Zentralen Immobilien Ausschusses (ZIA). Die Zeit der stark ansteigenden Mieten sei vorbei, ist er sich sicher. Was für weitere Prognosen die Immobilien-Experten zum Wohnungsmarkt machen, können Sie hier lesen.

• Merkel warnt vor Machtverlust
Am Tag eins nach Annegret Kramp-Karrenbauers angekündigtem Rückzug wird immer klarer: Den von ihr geplanten geordneten Rückzug wird es so nicht geben. Sowohl in der CDU als auch seitens der CSU kritisieren immer mehr den von AKK vorgestellten Zeitplan, und die Kanzlerin warnt angesichts der aktuellen Lage, dass die Union auch kein Abo auf die Regierung in Deutschland hat. Mehr zu den Ereignissen heute können Sie hier in unserem Newsblog lesen. Letzter Auslöser für AKKs Entscheidung waren ja die Ereignisse in Thüringen, dort hat heute dann der feine Herr Höcke angekündigt, am kommenden Montag bei Pegida in Dresden mitzumarschieren.

Zuwanderer zahlen mehr an Krankenkassen, als sie beanspruchen
Ohne Zuwanderung wären die Beiträge für die 73 Millionen gesetzlich Krankenversicherten in Deutschland deutlich höher - und zwar um etwa 0,6 Beitragssatzpunkte. Mein Kollege Peter Thelen vom Tagesspiegel Background Gesundheit berichtet hier über diese Nachricht, die vielen rechten Hetzern nicht gefallen dürfte. Und hier geht es zur Anmeldung für den Tagesspiegel Background Gesundheit.

Claire Bretécher ist gestorben
Die französische Zeichnerin Claire Bretécher war früh eine der großen Ausnahmen in der lange von Männern dominierten Szene der Karikaturisten. René Goscinny, der Autor von „Asterix“, sagte ihr einst, sie solle erst wiederkommen, wenn sie besser zeichnen könne. Was für ein Irrtum! Einen Nachruf auf Claire Bretécher hat mein Kollege Lars von Törne geschrieben.

Was wird diskutiert?
Was gestern begann, nämlich die große Debatte über die Ausrichtung der CDU nach rechts und nach links, über den (gescheiterten) Versuch der Äquidistanz, über die weiteren Folgen aus Thüringen für die anderen Parteien und im Prinzip für das ganze politische System in Deutschland geht weiter und wird vermutlich auch so bald nicht aufhören. Bei uns in der Redaktionskonferenz genauso wenig wie in unserer Community und sicher auch bei Ihnen daheim oder im Freundes- und Bekanntenkreis.

Sigmar Gabriel, einst SPD-Chef, heute unter anderem Autor der Holtzbrinck-Gruppe, zu der auch der Tagesspiegel gehört, und Vorsitzender der Atlantik-Brücke, hat sich mit einem Appell in die Diskussion eingeschaltet. Die Parteien müssen vor allem „raus aus der mentalen Gefangenschaft der AfD“, fordert er. Seinen Kommentar können Sie hier lesen.

Was könnte ich heute Abend lesen?

So sieht er aus, der Nacktmull.
So sieht er aus, der Nacktmull.Foto: Kai-Uwe Heinrich

Ich hoffe, das Bild schreckt Sie nicht ab. Aber ich kann Ihnen zur Auflockerung diese Geschichte über Nacktmullen wirklich nur ans Herz legen. Sie werden Erstaunliches erfahren. Denn diese Tiere bergen für Forscher Lösungen für die größten menschlichen Sehnsüchte: Gesundheit und Unsterblichkeit. Leider können sie manchmal aber auch etwas aggressiv werden und bringen sich dann gegenseitig um.

Was könnte ich heute Abend unternehmen?
Wirklich köstliches Sushi und ebenso leckere Sticks bekommen Sie im, jawohl, Sticks'n'Sushi. Das Restaurant in der Potsdamer Straße 85 in Tiergarten hat für die Tagesspiegel-Mitarbeiter, die schon etwas länger dabei sind, noch den besonderen Charme, dass es quasi fast in der alten Tagesspiegel-Druckerei liegt. Aber auch alle anderen Besucher, mit denen ich bisher dort hingegangen bin, fanden es köstlich. Die Kritik von Bernd Matthies hat an Aktualität nichts eingebüst. Und falls Sie heute Abend keinen Tisch mehr bekommen – Sie können sich das Sushi auch für zu Hause bestellen.

Gibt es was im Fernsehen?
Auf arte läuft heute Abend um 20 Uhr 15 oder in der Mediathek die dreiteilige Dokumentation „Gulag“ über das sowjetische Gulag-System. In knapp drei Stunden schildert der Franzose Patrick Rotman die Entwicklung des Systems von den Anfängen direkt nach der Oktoberrevolution bis zur Freilassung der meisten Gefangenen unter Stalins Nachfolger Nikita Chruschtschow ab 1956. Sehenswert.

Was sollte ich für morgen wissen?
Papst Franziskus legt sein Schreiben zur Amazonas-Bischofssynode vom Oktober 2019 vor. In den Leitlinien des katholischen Kirchenoberhauptes geht es auch um das Streitthema Zölibat. Erwartet wird, dass der Papst zu der Frage Stellung nimmt, ob er in der Amazonas-Region und in Ausnahmefällen Verheiratete zur Priesterweihe zulässt.

Zahl des Tages: 100.000 Euro. Diese Summe hat der Berliner Unternehmer Christian Krawinkel an die AfD von Bernd Höcke gespendet. Und zwar unter dem Motto: „Mehr Demokratie für unser Land“. Mehr zu Krawinkel, der kein Unbekannter ist, erfahren Sie hier von Julius Betschka.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend. Wenn Sie Fragen, Anregungen, Kritik zu diesem neuen Newsletter haben, können Sie mir gerne mailen.

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Danke und herzliche Grüße
Ihre
Ruth Ciesinger
Verantwortliche Redakteurin Online

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