Fragen des Tages : Von Iran bis Putins Überraschung – das war heute wichtig

Mindestens 56 Menschen sind bei einer Massenpanik vor der Beerdigung Soleimanis gestorben. Zudem macht Stuttgarts OB einen Rückzug. Die Themen des Tages.

Das von der syrischen Nachrichtenagentur veröffentlichte Foto zeigt Putin und Assad beim Besuch einer Kathedrale in Damaskus.
Das von der syrischen Nachrichtenagentur veröffentlichte Foto zeigt Putin und Assad beim Besuch einer Kathedrale in Damaskus.Foto: REUTERS

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Was ist passiert?

  • Mindestens 56 Tote bei Massenpanik im Iran
    Zu Beginn der Beerdigung des bei einem US-Angriff getöteten iranischen Generals Qassem Soleimani sind nach offiziellen Angaben mindestens 56 Menschen bei einer Massenpanik ums Leben gekommen. Der halbamtlichen Nachrichtenagentur Fars zufolge wurden mehr als 200 Personen verletzt. Mehr Informationen dazu sowie zum aktuellen Konflikt zwischen dem Iran und den USA, erfahren Sie hier.
  • Putin überraschend zu Besuch in Syrien 
    Der russische Präsident Wladimir Putin hat erstmals die syrische Hauptstadt Damaskus besucht und dort Machthaber Baschar al-Assad getroffen. Moskau ist im fast neunjährigen syrischen Bürgerkrieg neben dem Iran der wichtigste Unterstützer der Regierung. Mehr Hintergründe zum Besuch Putins in Syrien, lesen Sie hier.
  • CDU-Chefin Kramp-Karrenbauer hält Kabinettsumbildung für möglich 
    CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer hat eine Kabinettsumbildung nicht ausgeschlossen. Zu einem entsprechenden Vorstoß von CSU-Chef Markus Söder sagte sie, das sei „eine Möglichkeit“. Die Union müsse mit einem Zukunftsprogramm in den Wahlkampf ziehen, das von entsprechenden Personen glaubhaft vertreten werden könne. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte den Vorstoß zurückgewiesen. Mehr dazu hier.
  • Stuttgarts Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne) tritt nicht wieder an
    Er ist Gründungsmitglied der Grünen und wurde als erster Grüner Oberhaupt einer Landeshauptstadt. Nun kündigt Fritz Kuhn an, dass es bei einer Amtszeit bleibt. Er wolle noch einmal etwas anderes machen. Mehr dazu lesen Sie hier.
  • Berlin kann nicht alle Kinder beschulen
    Vorgeschmack aufs kommende Schuljahr: Schon jetzt fehlen allein im Bezirk Tempelhof-Schöneberg knapp 90 Schulplätze. Hintergrund sind Platzmangel und Personalnot. Die Grünen fordern eine berlinweite Übersicht. Die Hintergründe zu dem aktuellen Fall können Sie hier nachlesen.

Was wird diskutiert?

Es ist seit Tagen auch in unserer Community das Top-Thema: der Iran. Oder sollte man besser sagen: die USA. Denn es haben sich zwei Lager gebildet, die munter miteinander diskutieren. Da sind diejenigen, die die Tötung Soleimanis für gerechtfertigt halten, weil er selbst etliche Verbrechen begangen habe. Dieses Lager ist aber zugegebenermaßen in der Minderheit. Eine Mehrheit zumindest in unserer Community vertritt eher die Auffassung, dass die USA eine Grenze überschritten und so die Kriegsgefahr heraufbeschworen hätten. Die Debatte können Sie zum Beispiel hier unter unserem Newsblog zum Konflikt zwischen den USA und dem Iran verfolgen.

Was könnte ich heute Abend lesen?

Eine absolute Leseempfehlung für alle Eltern - und die Großeltern natürlich auch. Kinder verlieren ständig Sachen, das weiß ich aus eigener Anschauung. Wir haben in diesem Winter schon drei Mützen der Schule gespendet (also, falls dort jemand weiß, wo sie liegen). Gerlinde Unverzagt, die mehrere Bücher über die Erziehung von Kindern geschrieben hat, erklärt, warum das so ist und wie Eltern am besten mit dieser Schusseligkeit umgehen sollten. Ihr Vorschlag: Man sollte die Dinge emotional aufladen für die Kinder. Wie das geht und was man sonst noch tun kann, erfahren Sie hier.

Was könnte ich unternehmen?

Ein kulinarischer Ausflug in die Sonnenallee, Berlin-Neukölln, könnte etwas sein. Hier lebt und isst die Welt zusammen – vor allem aus Nahost. Gemeinsam haben sie die Liebe zum Humus. Im "Azzam" (Sonnenallee 54, täglich 8–24 Uhr) gibt es laut unserer Genuss-Redaktion den besten der Stadt. Und das Azzam selbst ist wie Berlin: rau, hart aber sau lecker. Das Azzam ist aus unserem Best-of 2019, das eigentlich eine Empfehlung für 2020 ist. Hier das Ganze zum Nachlesen. 

Wer gerade nicht in Berlin ist und deshalb erstmal auf den guten Humus verzichten muss, kann es ja mit einem guten Film probieren. "Knives Out" unter anderem mit Daniel Craig in der Hauptrolle ist eine Verbeugung vor der Kriminalautorin schlechthin: Agatha Christie. Unsere Kritikerin Kerstin Decker ist jedenfalls sehr angetan und sagt: "Was für eine kluge Entscheidung, das Kinojahr mit diesem Film zu beginnen." Was sie sonst noch über den Film schreibt, lesen Sie hier.

Gibt es was im Fernsehen?

Sascha Baron Cohen ist nicht nur Borat, sondern in der Netflix-Serie "The Spy" spielt er Eli Cohen. Der ist ein junger Israeli mit arabischen Wurzeln, der zum Spion wird und in Damaskus volles Risiko geht. Eine Miniserie, die in die Zeit passt. Hier geht es zum Trailer.

Was sollte ich für morgen wissen?

Russlands Präsident Wladimir Putin reist in die Türkei. Dort trifft er sich mit seinem türkischen Amtskollegen Erdogan, um die Erdgaspipeline Turkish Stream einzuweihen und über die aktuellen Konflikte in Syrien und in Libyen zu sprechen.

In Leipzig beginnt der erste Prozess gegen einen der mutmaßlich Beteiligten bei den Ausschreitungen in Leipzig-Connewitz in der Silvesternacht, als ein Polizist schwer verletzt wurde.

Zahl des Tages!

5 – Jahre läuft der Vertrag zwischen Oliver Kahn und dem FC Bayern zunächst einmal. Diesmal aber nicht mehr als Torwart, sondern als Vorstandsmitglied. 2022 soll er dann Karl-Heinz Rummenigge als Vorstandsvorsitzenden ablösen. Bis dahin soll er lernen und vor allem sein Bayern-Gen vorleben. Aber eines schloss er bei seiner offiziellen Vorstellung am Dienstag aus: „Ich werde nicht durch den Meetingraum grätschen.“ Ein bisschen schade eigentlich, aber warten wir die ersten Meetings erstmal ab. Was er sonst vorhat, erfahren Sie hier.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend. Wenn Sie Fragen, Anregungen, Kritik zu diesem neuen Newsletter haben, können Sie mir gerne mailen.

Danke und herzliche Grüße

Ihr

Christian Tretbar

Mitglied der Chefredaktion

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