Fragen des Tages : Von sinkenden Mietpreisen bis zum BER-Ausbau - das war heute wichtig

Warum Männer mehr Vermögen besitzen als Frauen und was der Baustadtrat zur Aktenmanipulation sagt. Die Themen des Tages - samt Ausblick auf Dienstag.

Das Oberverwaltungsgericht hat die Klage der Kommunen gegen den BER-Ausbau in einem ersten Teil-Urteil abgeschmettert.
Das Oberverwaltungsgericht hat die Klage der Kommunen gegen den BER-Ausbau in einem ersten Teil-Urteil abgeschmettert.Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

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Was ist passiert?

• Mieten steigen langsamer, mancherorts sinken sie sogar
Ist das die Trendwende am Immobilienmarkt? In manchen Städten sinken die Mietpreise, zum Beispiel in Berlin. Wohnungskäufe aber werden immer teurer.

• Männer besitzen 50 Prozent mehr Vermögen als Frauen
Die Ungleichheit bei Vermögen ist groß – auch zwischen Frauen und Männern. Weil Pflege und Hausarbeit an ihnen hängen bleiben, sind viele Frauen von Armut bedroht, wie eine Oxfam-Studie zeigt. 

• Klage gegen BER-Ausbau scheitert
Das Oberverwaltungsgericht hat die Klage der Kommunen gegen den BER-Ausbau in einem ersten Teil-Urteil abgeschmettert. Grünes Licht hat ein weiteres BER-Terminal deshalb aber noch nicht.

• Baustadtrat äußert sich zum Vorwurf der Aktenmanipulation
Der Kreuzberger Baustadtrat Florian Schmidt hat sich in einer Stellungnahme entschuldigt. „Meine Aussagen waren misslich und unangebracht“, sagt er. Schmidt war in den vergangenen Tagen wegen mutmaßlicher Veränderungen von Akten in die Kritik geraten.

• Harry spricht über den "Megxit"
Er wollte zwar den Rückzug aus der Öffentlichkeit und von den royalen Pflichten, habe sich diesen aber anders vorgestellt. „Es macht mich traurig, dass es so weit gekommen ist“, sagte Harry bei einem öffentlichen Auftritt. Er bedauere den Verlust von militärischen Titeln und Schirmherrschaften.

Was wird diskutiert?

Eine 82-Jährige betritt die Storkower Straße in Berlin und wird von dem Auto eines 39-Jährigen gerammt, der „einen Zusammenstoß nicht mehr verhindern“ konnte. Genau wie die VW-Fahrerin in Staaken, die eine 80-Jährige anfährt. Auch der Caddy-Fahrer in der Scharnweberstraße „konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen“, wie die Polizei nach dem Unfall mitteilte.

Das sind nur drei der vielen Beispiele, die mein Kollege Stefan Jacobs zusammengetragen hat und die zeigen, wie die Wortwahl in Polizeimeldungen schwere Autounfälle verharmlost. Die Meldung zum Unfall in der Storkower Straße hätte demnach auch lauten können: „39-Jähriger rammt 82-Jährige, als sie die Fahrbahn betritt.“

In unserer Community wird kontrovers diskutiert, wie und ob die Polizei anders formulieren sollte. Manche meinen, den Opfern würde in den Meldungen „unterschwellig die Schuld zugewiesen“; andere sagen, die Polizei gebe damit neutral den ersten Kenntnisstand nach einem Unfall wieder. Alle Kommentare finden Sie an dieser Stelle.

Was soll ich lesen?

Die „New York Times“ spricht vom „Ende der Privatsphäre, wie wir sie kennen": Wie die Zeitung aufgedeckt hat nutzen Hunderte US-Behörden eine bislang unbekannte Gesichtserkennungs-App namens "Clearview". Sie besteht aus einer Datenbank mit über drei Milliarden Bildern, die Menschen bei Facebook, Youtube und Millionen anderer Websites hochgeladen haben. Über ein Foto einer Person - von einem wildfremden Passanten auf der Straße zum Beispiel - lassen sich mit einen Klick alle öffentlichen Bilder dieser Person finden, inklusive Links zu den Seiten, von denen die Bilder stammen und auf denen sich dann leicht weitere Details wie Namen, Adresse oder Kontakte herausfinden lassen. Warum die App so gefährlich ist, kommentieren wir an dieser Stelle, alle wichtigen Fragen zur App und ihrer Funktion beantworten wir hier

Wo soll ich hingehen?

Kurt Mühlenhaupt gilt als Kreuzberger Milieu-Maler. Lange befanden sich seine Bilder in Brandenburg. Nun eröffnet seine Witwe ein neues Museum mit den Werken – im alten Berliner Kiez.

Der Berliner Fotograf Christian Borchert dokumentierte mit zehn Jahren Abstand Familien in der DDR. Die Schwarz-Weiß-Aufnahmen sind nun in der Galerie Loock zu sehen.

Gibt es was im Fernsehen?

Vormerken sollten Sie sich für morgen Abend eine Doku bei Arte: Sie dreht sich um die verzweifelten Überlegungen der Alliierten, wie der Massenmord an den Juden in Auschwitz zu stoppen wäre. Was die Doku so besonders macht lesen Sie hier

Was sollte ich für morgen wissen?

Zum 50. Mal lädt der mittlerweile 81-Jährige Klaus Schwab die Wirtschafts- und Politikelite nach Davos. Auch Trump kommt wohl – und Greta Thunberg. Alle Infos zum Davos-Gipfel finden Sie hier. 
Am Dienstag beginnt auch die mündliche Verhandlung im Amtsenthebungsverfahren gegen US-Präsident Donald Trump. Alles Wissenswerte dazu hat meine Kollegin Juliane Schäuble zusammengetragen. 

Zahl des Tages

388.557.251,30 Euro. Das ist die Summe, um die sechs Ex-Banker den Staat im sogenannten Cum-Ex-Skandal betrogen haben sollen. Alle Details in dem Aufsehen erregenden Fall hat mein Kollege Rolf Obertreis aufgeschrieben

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