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Gewalt gegen Rohingya : Papst ruft in Myanmar zur "Achtung jeder Volksgruppe" auf

Nach einem Treffen mit De-facto-Regierungschefin Aung San Suu Kyi erinnert Franziskus an die Menschenrechte. Die Gewalt gegen die muslimische Minderheit nennt er aber nicht beim Namen.

Papst Franziskus und Myanmars Regierungschefin Aung San Suu Kyi am Dienstag in Naypyitaw, Myanmar.
Papst Franziskus und Myanmars Regierungschefin Aung San Suu Kyi am Dienstag in Naypyitaw, Myanmar.Foto: Max Rossi/Pool Reuters/dpa

Bei seinem Besuch in Myanmar hat Papst Franziskus am Dienstag zur "Achtung jeder Volksgruppe" aufgerufen. Nach einem Treffen mit der De-facto-Regierungschefin Aung San Suu Kyi sagte der Papst, eine friedliche Zukunft des Landes müsse auf diesem Grundsatz sowie der Respektierung der Menschenrechte aufgebaut werden. Der Papst sprach nicht direkt von der Krise um die verfolgte muslimische Minderheit der Rohingya. Es dürfe jedoch niemand ausgeschlossen werden, wenn es um die Menschenwürde ginge.

Die Führung Myanmars steht wegen des gewaltsamen Vorgehens gegen die muslimische Minderheit der Rohingya, international in der Kritik. Hunderttausende Rohingya sind aus Angst vor brutaler Verfolgung durch das Militär aus Myanmar nach Bangladesch geflüchtet. Die Vereinten Nationen sprechen von „ethnischer Säuberung“. Suu Kyi steht international in der Kritik, weil sie sich nicht gegen die Gewalt einsetze.. (AFP, dpa)

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