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Grün-Rot-Rot hat knappe Mehrheit : Union sackt auf historisches Tief

Im ZDF-Politbarometer hat ein Bündnis aus Grünen, SPD und Linken im Bund eine Mehrheit. Die Union liegt in der Umfrage nur noch bei 26 Prozent.

Annegret Kramp-Karrenbauer, CDU-Vorsitzende und Verteidigungsministerin.
Annegret Kramp-Karrenbauer, CDU-Vorsitzende und Verteidigungsministerin.Foto: Sebastian Kahnert/zb/dpa

Die Union ist im ZDF-Politbarometer auf ein Rekordtief abgerutscht. Wenn am kommenden Sonntag Bundestagswahl wäre, würden CDU/CSU laut der am Freitag veröffentlichten Umfrage im Vergleich zur Erhebung im Februar einen Punkt verlieren und kämen nur noch auf 26 Prozent. Die SPD würde demnach um zwei Punkte auf 16 Prozent zulegen. Die Grünen steigern sich um einen Punkt und bleiben mit 23 Prozent klar zweitstärkste Kraft.

Die AfD liegt laut der Umfrage unverändert bei 14 Prozent. Die Linke sackt demnach um zwei Punkte auf acht Prozent ab. Die FDP kommt wie im Februar auf sechs Prozent. Damit hätte eine schwarz-grüne Koalition als einziges Zweierbündnis eine Mehrheit. Zudem würde es knapp für ein Bündnis aus Grünen, SPD und Linkspartei reichen.

Merz liegt knapp vor Laschet, Röttgen abgeschlagen

Im Rennen um den CDU-Vorsitz liegt der frühere Unionsfraktionschef Friedrich Merz in der Gunst der Wähler knapp vor dem nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet. Für Merz sprechen sich 27 Prozent der Befragten aus, für Laschet 24 Prozent.

Der CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen als dritter Kandidat kommt nur auf elf Prozent. Unter den CDU/CSU-Anhängern liegt Merz dagegen mit einem Anteil von 40 Prozent klar vor Laschet mit 27 Prozent und Röttgen mit zehn Prozent. Der neue CDU-Vorsitzende soll Ende April auf einem Parteitag gewählt werden.

Ausreichende Maßnahmen gegen das Coronavirus

Auch um das neuartige Coronavirus ging es in der Umfrage. Die Mehrheit der Deutschen findet die Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus ausreichend. 69 Prozent der Befragten sind der Meinung, hierzulande werde genug getan. Im Februar waren es demnach noch 80 Prozent. 26 Prozent halten die Vorkehrungen hingegen für zu gering.

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Mehr als drei Viertel (78 Prozent) der Befragten gaben an, dass sie ihre Gesundheit nicht für gefährdet halten. Allerdings vertraten im Februar noch 90 Prozent diese Auffassung. Entsprechend stieg der Anteil der Menschen, die sich um ihre Gesundheit sorgen, von zehn auf 20 Prozent.

50 Prozent ändern ihr Verhalten nicht

39 Prozent der Befragten erklärten zudem, dass sie wegen des Coronavirus Veranstaltungen mit größeren Menschenmengen meiden. 50 Prozent ändern ihr Verhalten den Angaben zufolge hingegen nicht.

Für das ZDF-Politbarometer befragte die Forschungsgruppe Wahlen von Dienstag bis Donnerstag 1276 Menschen. Der Fehlerbereich liegt bei einem Wert von 40 Prozent bei drei Prozentpunkten, bei einem Anteilswert von zehn Prozent bei zwei Punkten. (AFP, dpa)

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