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Hass im Internet : NRW-Agrarministerin Schulze Föcking zurückgetreten

Christina Schulze Föckling, CDU-Umwelt- und Landwirtschaftsministerin in Nordrhein-Westfalen, ist von ihrem Amt zurückgetreten. Der Grund sind Drohungen im Internet und in anonymen Briefen.

Christina Schulze Föcking (CDU), Nordrhein-Westfalens Umwelt- und Agrarministerin, verfolgt die Debatte im Landtag.
Christina Schulze Föcking (CDU), Nordrhein-Westfalens Umwelt- und Agrarministerin, verfolgt die Debatte im Landtag.Foto: Federico Gambarini/dpa

Die nordrhein-westfälische Umwelt- und Landwirtschaftsministerin Christina Schulze Föckling ist zurückgetreten. Sie habe in anonymen Briefen und "ganz offen im Internet Drohungen" gegen ihre Person, ihre Gesundheit und ihr Leben erfahren, erklärte die CDU-Politikerin am Dienstag in Düsseldorf. "Die Aggressivität der Angriffe hat mich in eine ständige Anspannung versetzt - und nicht nur mich: Der Preis meines politischen Amtes für meine Familie ist zu hoch."

Die auf dem münsterländischen Kreis Steinfurt stammende Schulze Föcking war zuletzt in Düsseldorf massiv unter Druck geraten. Dabei ging es zunächst um Vorwürfe von Tierschutzaktivisten gegen den Mastbetrieb der Familie von Schulze Föcking. Die Behörden prüften diese Vorwürfe, stellten jedoch keine Verstöße gegen das Tierschutzgesetz fest. Anschließend gab es Debatten über die umstrittene Auflösung einer Stabsstelle Umweltkriminalität in Schulze Föckings Ministerium. Zuletzt ging es um einen unterdessen entkräfteten Verdacht, dass Hacker auf das Heimnetz der Ministerin zugegriffen haben sollen. (AFP)

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