Internationale Handelsbeziehungen : Altmaier will Handelsabkommen mit USA bis zum Sommer

Der Bundeswirtschaftsminister ist zuversichtlich, dass EU und USA sich bis zum Sommer auf ein Abkommen einigen können. Beim Verteidigungsbudget wolle er auf Donald Trump zugehen, sagte er dem "Spiegel".

Peter Altmaier, hier in Washington, hat sich im Kampf gegen die Abwendung von US-Zöllen auf Stahl- und Aluminium zuversichtlich gezeigt, eine Lösung zu erreichen.
Peter Altmaier, hier in Washington, hat sich im Kampf gegen die Abwendung von US-Zöllen auf Stahl- und Aluminium zuversichtlich...Foto: dpa/Andrew Harnik

Im Handelskonflikt mit den USA sucht Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) nach einer schnellen Einigung. "Ich bin zuversichtlich, dass die EU und die USA bis zum Sommer zu einem vernünftigen Kompromiss finden können", sagte Altmaier dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". Man sei sich mit der US-Administration einig, gemeinsam gegen Überkapazitäten auf dem weltweiten Stahlmarkt vorzugehen, die ihren Ausgangspunkt auch in China hätten. "Wir suchen nach einer einheitlichen Linie im Kampf gegen Dumpingpreise und den Diebstahl geistigen Eigentums. Und wir wollen Lösungen finden, die mit internationalen Handelsregeln vereinbar sind", sagte Altmaier.

Eine Neuauflage der Verhandlungen um das transatlantische Freihandelsabkommen TTIP hält der Christdemokrat für "unrealistisch". Er will allerdings auf den US-Präsidenten Donald Trump zugehen, der den Streit über Exportüberschüsse Deutschlands mit den Militärausgaben verbindet. Altmaier fühlt sich dem Ziel der Bundesregierung verpflichtet, das Verteidigungsbudget in Richtung von zwei Prozent des Bruttosozialproduktes zu erhöhen. "Ich habe meinen Gesprächspartnern in Washington zugesichert, dass ich mich auch als Wirtschaftsminister für dieses Ziel einsetzen werde". (Reuters)

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