Irak : Kommandeur fordert 2200 Soldaten mehr

Vor dem Hintergrund der weiterhin prekären Sicherheitslage Lage im Irak hat der neue Irak-Kommandeur David Petraeus eine Aufstockung der US-Sicherheitskräfte um 2200 Militärpolizisten gefordert.

Bagdad - Die USA hätten einen neuen Kommandeur in den Irak geschickt und der sehe einen neuen Bedarf, sagte Verteidigungsminister Robert Gates am Mittwoch. Bei einem Anschlag auf ein Café im Irak wurden mindestens 30 Menschen getötet. Weitere 29 Menschen seien verletzt worden, als sich ein Selbstmordattentäter in dem Lokal in der Stadt Baladrus in die Luft gesprengt habe, teilten Sicherheitskräfte mit. Die Militärpolizisten sollten zusätzlich zu den 21.500 Soldaten, die die US-Regierung in den Irak schicken wolle, entsandt werden, um Gefangene zu bewachen, erklärte Gates. Petraeus gehe davon aus, dass es im Rahmen der neuen Sicherheitsoffensive im Irak zu zusätzlichen Festnahmen kommen werde, sagte Gates. Derzeit sind rund 141.000 US-Truppen im Irak im Einsatz.

Das Attentat in der nordöstlich von Bagdad gelegenen Stadt Baladrus ereignete sich in einem von der kurdisch-schiitischen Minderheit bewohnten Viertel. Im Süden von Bagdad kamen durch die Explosion einer Autobombe kamen laut Behördenangaben sechs Polizisten ums Leben. Sie waren zum Schutz von schiitischen Pilgern abgestellt, die auf dem Weg in die Stadt Kerbela waren. Bei dem Anschlag wurden außerdem vier Pilger getötet. Zehntausende Schiiten wollen am Samstag in Kerbela das Ende der 40-tägigen Trauerperiode aus Anlass des Todes von Imam Hussein, einem Enkel des Propheten Mohammed, feiern. In Kerbela befindet sich das Mausoleum des Imams, der dort im Jahr 680 von den Truppen des sunnitischen Kalifen Jasid getötet wurde.

Drei US-Soldaten wurden nordwestlich von Bagdad getötet, als ihr Fahrzeug eine Straße passierte, an deren Rand eine Bombe explodierte. Wie die US-Armee weiter mitteilte, wurde ein Soldat bei dem Anschlag verletzt. Die Zahl der Todesopfer nach dem Anschlag in Hilla vom Dienstag stieg unterdessen auf mindestens 117. Im Krankenhaus von Hilla würden noch 173 zum Teil sehr schwer verletzte Menschen behandelt, teilte ein Arzt mit. (tso/AFP)

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