Politik : Israel kritisiert Moskau für Waffenverkauf

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Jerusalem - Israel hat Russland am Freitag wegen einer geplanten Lieferung moderner Waffensysteme an Syrien kritisiert. Die Waffen gelangten über Damaskus in die Hände der libanesischen Hisbollah-Miliz, zitierten Medien ranghohe Regierungsvertreter in Jerusalem. Russland und Syrien stehen demnach vor dem Abschluss eines Waffengeschäftes über den Kauf von Panzerabwehrraketen und Luftabwehrraketen. Moskau wolle Tausende solcher Raketen an Syrien liefern. Die neuen Modelle könnten jeden modernen Panzer zerstören.

Israels Vizepremier Schimon Peres forderte Druck auf Russland, um das Geschäft zu stoppen. Die Waffen würden Syrien zum Kriegskurs ermutigen. Israel und die Hisbollah waren im Sommer 2006 in einen Krieg verstrickt, in dem die schiitische Miliz auch israelische Panzer zerstörte. Nach israelischen Angaben wurden dabei russische Waffen eingesetzt.

Israel will unterdessen eine Änderung der saudi-arabischen Friedensinitiative für den Nahen Osten erreichen. Eine Rückkehr palästinensischer Flüchtlinge nach Israel sei nicht akzeptabel, berichtete die Zeitung „Haaretz“. Vor dem Gipfel der Arabischen Liga Ende März in Riad solle ein „verbesserter Vorschlag“ vorgelegt werden. Auf Initiative Saudi- Arabiens hatten arabische Staaten Israel 2002 in Beirut im Gegenzug für die Gründung eines Palästinenserstaates im Westjordanland und dem Gazastreifen eine Anerkennung angeboten. Unter den Bedingungen waren ein Truppenabzug und das Rückkehrrecht palästinensischer Flüchtlinge.

Am Freitag riegelte die israelische Armee das besetzte Westjordanland und den Gazastreifen vor dem jüdischen Purimfest ab. Die Sperre erfolgte nach Warnungen vor Anschlägen während des Festes, das am Samstagabend beginnt. Bis zum Ende des Festes am Montag dürfen Palästinenser nur in Ausnahmefällen über die Grenzen nach Israel, teilte die Armee mit. dpa

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