Israels Ministerpräsident : Netanjahu bestätigt anti-iranischen Luftangriff in Syrien

Israel will einen wachsenden Einfluss seines Erzfeinds Iran in Syrien verhindern. Dazu wurden mehrere iranische Militärziele in Damaskus angegriffen.

Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu.
Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu.Foto: dpa/Abir Sultan

In einem seltenen Schritt hat Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu israelische Luftangriffe auf iranische Militärziele in Syrien bestätigt. "Erst in den vergangenen 36 Stunden wieder hat unsere Luftwaffe iranische Depots am Flughafen von Damaskus angegriffen, in denen Waffen lagerten", erklärte Netanjahu nach Angaben seines Büros am Sonntag zu Beginn der wöchentlichen Kabinettssitzung.

Dies zeige, "dass wir entschlossener denn je sind, wie versprochen gegen den Iran in Syrien vorzugehen".

Die syrischen Staatsmedien hatten am Freitagabend über israelische Luftangriffe berichtet, bei denen die meisten Raketen jedoch abgefangen worden seien. Lediglich ein "Lager des Verkehrsministeriums" auf dem Flughafen von Damaskus sei getroffen worden, hieß es.

Im Syrien-Krieg unterstützt Teheran gemeinsam mit seinen Verbündeten von der libanesischen Hisbollah-Miliz den syrischen Machthaber Baschar al-Assad. Israel will mit aller Macht einen wachsenden Einfluss seines Erzfeinds Iran im Nachbarland verhindern. Am Samstag sprach Netanjahu von hunderten Angriffen auf Ziele des iranischen Militärs oder der Hisbollah in Syrien.

Israel bestätigt nur selten öffentlich derartige Angriffe. In einem Interview mit der "New York Times" berichtete der scheidende Generalstabschef Gadi Eisenkot vor kurzem, das Militär habe stillschweigend bereits "tausende Ziele getroffen".

Am 9. April stehen Wahlen in Israel an, und Netanjahu versucht mit seinem Image als Hardliner in Sicherheitsfragen zu punkten. (AFP)

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