Jahrestag der Pariser Terroranschläge : Frankreich erinnert an 13. November 2015

Staatschef Macron hat die Franzosen vier Jahre nach den schweren Anschlägen zur Einheit aufgerufen. Regierungsmitglieder legten Blumen nieder.

Regierungsmitglieder gedenken der Opfer des Anschlags auf das „Bataclan“.
Regierungsmitglieder gedenken der Opfer des Anschlags auf das „Bataclan“.Foto: STEPHANE DE SAKUTIN / AFP

Vier Jahre nach den verheerenden islamistischen Terroranschlägen von Paris haben Spitzenvertreter des Staates der 130 Toten und mehr als 350 Verletzten mit Kranzniederlegungen und Schweigeminuten gedacht. Der französische Präsident Emmanuel Macron bat die Bürger via Twitter, sich an den 13. November 2015 und die Opfer zu erinnern.

Außerdem rief er Frankreich zur Einheit auf. Wenn sich das Land spalten lasse, hätten die Täter nachträglich gewonnen, schrieb Macron. „Wir sollten uns an unser Versprechen erinnern: einig zu bleiben, um niemals diejenigen siegen zu lassen, die das getan haben." Regierungsmitglieder legten Blumengebinde am Fußballstadion Stade de France, dem Konzertsaal Bataclan und den anderen Anschlagsorten nieder.

Bei der koordinierten Anschlagsserie in der Hauptstadt und der unmittelbaren Umgebung hatten Extremisten der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) 130 unschuldige Menschen getötet. In der Konzerthalle „Bataclan“ richteten sie ein Massaker an. Bars und Restaurants im Pariser Osten wurden beschossen.

Am Stade de France sprengten sich während des Fußball-Länderspiels Frankreich-Deutschland drei Selbstmordattentäter in die Luft. Der IS hatte die Anschläge für sich in Anspruch genommen.

Die Attacken von 13. November waren in den vergangenen Jahren die bislang folgenschwerste Attacke. Die islamistische Terrorwelle forderte in Frankreich bisher über 250 Tote. Erst im Oktober hatte ein mutmaßlich radikalisierter Polizeimitarbeiter in Paris mit einem Messer vier seiner Kollegen getötet. (dpa/AFP)

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