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Jamaika-Koalition : Peter zu Vizekanzlern: Postenfrage stellt sich jetzt nicht

Grünen-Geschäftsführer Kellner löst eine Debatte über zwei Merkel-Vertreter in einer Jamaika-Koalition aus. Parteichefin Peter will davon nicht wissen.

Die Grünen Katrin Göring-Eckardt, Simone Peter und Cem Özdemir in Berlin vor einem der Sondierungstreffen.
Die Grünen Katrin Göring-Eckardt, Simone Peter und Cem Özdemir in Berlin vor einem der Sondierungstreffen.Foto: dpa/ Bernd von Jutrczenka

In der Debatte über die vermeintliche Forderung der Grünen nach zwei Vizekanzlern in einer Jamaika-Koalition ist Parteichefin Simone Peter zurückgerudert. „Die Frage der Postenvergabe stellt sich jetzt nicht“, sagte Peter der Deutschen Presse-Agentur am Montag. Erst gehe es um Inhalte und die Frage, ob man mit Union und FDP überhaupt zusammenkomme. „Worüber wir uns aber Gedanken machen müssen ist, wie eine so komplizierte Konstellation wie Jamaika optimal koordiniert werden kann.“

Peter hatte zuvor gesagt, in einem Dreierbündnis von Union, FDP und Grünen ergebe es Sinn, dass es noch einen Vizekanzler mehr gebe. Wenn es um die Aufteilung der Positionen gehe, sei die Vizekanzlerschaft zentral.

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Das Thema hatten Äußerungen von Grünen-Bundesgeschäftsführer Michael Kellner in der „Bild“-Zeitung (Montag) aufgebracht, die als Forderung nach zwei Vizekanzlern - einen für die Grünen, einen für die FDP - verstanden worden waren. „Grüne und FDP müssten gleichermaßen die Regierungsarbeit mitkoordinieren“, hatte Kellner gesagt. Die Koordination der Regierungsarbeit könne in so einer Koalition nicht nur im Kanzleramt und bei einem weiteren Partner liegen. Laut Grundgesetz ist allerdings nur ein Vize-Kanzler vorgesehen. (dpa)

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