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Jens Söring in Frankfurt gelandet : „Das ist der schönste Tag meines Lebens“

Wegen Mordes an den Eltern seiner Freundin saß der Deutsche 33 Jahre in den USA im Gefängnis. Nun ist Jens Söring nach Deutschland zurückgekehrt.

Jens Söring ist in Frankfurt gelandet.
Jens Söring ist in Frankfurt gelandet.Foto: REUTERS/Thorsten Wagner

Der in den USA wegen Doppelmordes verurteilte Deutsche Jens Söring ist zurück in Deutschland. Eine Linienmaschine aus Washington mit dem 53-Jährigen an Bord landete am Dienstag nach rund sieben Stunden Flug auf dem Frankfurter Flughafen.

Freunde und Unterstützter umarmten ihn und applaudierten ihm zur Begrüßung. „Das ist ja alles überwältigend hier. Ich freue mich so sehr“, sagte Jens Söring vor der Presse. „Das ist der schönste Tag meines Lebens.“ Er müsse nun psychologisch und emotional in Deutschland ankommen. Er wolle Zeit mit seinen Freunden verbringen, die er „so sehr vermisst“ habe. Er bat um ein wenig Privatsphäre.

Wegen Mordes an den Eltern seiner damaligen Freundin Elizabeth Haysom im Jahr 1985 war der Deutsche zu zweimal lebenslanger Haft verurteilt worden und hat fast 30 Jahre in US-amerikanischen Gefängnissen verbracht. Söring hatte die Morde zunächst gestanden, später aber das Geständnis widerrufen. Er beteuert bis heute seine Unschuld.

Söring hat insgesamt mehr als 33 Jahre in Haft gesessen, die meiste Zeit in den USA. Im November entschied ein zuständiges Gremium im US-Bundesstaat Virginia, ihn auf Bewährung freizulassen und abzuschieben. Begnadigt wurde er nicht. In Deutschland ist Söring ein freier Mann. In die USA darf er nie wieder einreisen.

Seine Unterstützer und Freunde haben in Deutschland nach eigenen Angaben eine Wohnung, ein Handy und Kleidung für Söring besorgt. Der Ex-Häftling will demnach nach seiner Ankunft in Deutschland erst einmal Urlaub machen und dann durch das Land reisen und seine Unterstützer besuchen.

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Festgenommen worden waren Söring und Haysom 1986 in Großbritannien. Dorthin waren sie geflüchtet, als sie wegen des Mordes unter Verdacht gerieten. Großbritannien stimmte der Auslieferung Sörings an die USA nur unter der Bedingung zu, dass die Todesstrafe nicht verhängt wird.

Haysom wurde wegen Anstiftung zum Mord zu zweimal 45 Jahren Haft verurteilt. Der Fall erregte in den USA und international viel Aufmerksamkeit und polarisiert noch immer.

Rund drei Wochen verbrachte Söring in Auslieferungshaft. Reporter der „Bild“-Zeitung besuchten ihn dort. Mit Blick auf das Staatsgefängnis in Virginia, wo er zuvor inhaftiert gewesen war, sagte er der „Bild“: „Das Schlimmste, was man sich über Gefängnisse in Amerika ausmalen kann, war dort alles Wirklichkeit.“ Jeder Tag sei ein Überlebenskampf gewesen. Es habe „immer mehr Gangs, Drogen und Tote“ gegeben. (Tsp/dpa)

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