Juncker-Nachfolge : Gabriel spricht sich für Merkel als EU-Ratspräsidentin aus

Für Ex-SPD-Chef ist die Kanzlerin "die Beste" für die Aufgabe. Merkel hat einen Wechsel bisher immer wieder ausgeschlossen.

Trafen sich gestern in Goslar: Angela Merkel und Sigmar Gabriel.
Trafen sich gestern in Goslar: Angela Merkel und Sigmar Gabriel.Foto: Swen Pförtner / DPA / AFP

Der ehemalige Bundesaußenminister und SPD-Chef Sigmar Gabriel hat sich für Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) als neue EU-Ratspräsidentin ausgesprochen. „Die deutsche Kanzlerin ist derzeit neben dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron und dem Sozialdemokraten Frans Timmermans die einzige Persönlichkeit, die das Gewicht Europas in der Welt kennt und bereit ist, es auch gegen heftige Widerstände zu verteidigen“, schreibt Gabriel in einem Gastbeitrag für das „Handelsblatt“.

„Politisch befinden wir Europäer uns mitten in einem Wettbewerb zwischen den liberalen Demokratien und den autoritären Angeboten auf der Welt“, schreibt Gabriel weiter. „Um diesen Wettbewerb zu bestehen, muss Europa seine Besten aufbieten. Angela Merkel ist die Beste für diese Aufgabe.“

Macron will Merkel als Kommissionschefin

Der französische Staatspräsident Macron hatte Merkel Anfang Juni als Juncker-Nachfolgerin ins Gespräch gebracht. Auch für die Nachfolge von Ratspräsident Donald Tusk wurde die Bundeskanzlerin schon gehandelt.

Die Staats- und Regierungschefs der EU beraten an diesem Donnerstag über die neue Führung der Europäischen Union. Bei dem Personalpaket geht es um die Nachfolge von EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker sowie um vier weitere Spitzenposten. Merkel hatte einen Wechsel nach Brüssel zuletzt allerdings wiederholt ausgeschlossen. (Tsp/dpa)

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