Kampf gegen Plastikmüll : Umweltministerin Schulze lehnt Plastiksteuer ab

Die EU erwägt eine Steuer auf Plastik, um Müllberge zu reduzieren. Umweltministerin Schulze ist dagegen – fordert jedoch etwas anderes.

Plastikmüll auf der Insel Rügen.
Plastikmüll auf der Insel Rügen.Foto: Stefan Sauer/dpa

Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) lehnt eine Steuer auf Kunststoffverpackungen ab. "Ich bezweifle, dass ein paar murrend an der Kasse bezahlte Cent zu einem Umdenken führen", sagte Schulze dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Aus Umweltsicht sei "keine neue Steuer, sondern eine intelligentere Steuerung, die zu weniger Abfall und mehr Recycling" führe, notwendig. Schulze wandte sich damit gegen einen von der EU-Kommission und den Grünen vorgebrachten Vorschlag für eine EU-weite Plastiksteuer.

Bei den Bürgern müsse jedoch ein Umdenken einsetzen, forderte Schulze. "Wir brauchen in Deutschland einen Bewusstseinswandel, einen kritischeren Umgang mit Plastikverpackungen", sagte die Ministerin und nannte als Beispiel die Reduktion von Plastiktüten im Einzelhandel.

Viele hinterfragten ihr Konsumverhalten, wenn sie an der Kasse gefragt würden, ob sie eine kostenpflichtige Plastiktasche haben wollten. Dies wünsche sie sich für mehr Bereiche. (AFP)

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