Klimagipfel in Potsdam : Gabriel pocht auf neuen Schwung

Die Umweltminister der G8 haben in Potsdam ihre Gespräche über Wege im Kampf gegen den Klimawandel begonnen. Erstmals sitzen dabei auch wichtige Schwellenländer mit am Tisch.

Potsdam - Zu dem Treffen unter Leitung von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) sind erstmals auch China, Indien, Mexiko, Brasilien und Südafrika geladen. Gabriel betonte, das Treffen bringe damit die Verursacher von zwei Dritteln der globalen Treibhausemissionen zusammen. Ohne Einbezug der Schwellenländer werde Klimaschutz nicht funktionieren. Daher sei es wichtig, das diese auch bei Verhandlungen dieser Art dabei sind.

Der Exekutivdirektor des UN-Umweltprogramms Unep, Achim Steiner, bescheinigte China und Brasilien erste Erfolge beim Klimaschutz. Im RBB-Inforadio sagte er: "Es sind bereits große Schritte gemacht worden und dies müssen wir auch anerkennen." Steiner verwies dabei auf das Programm Chinas für erneuerbare Energien und die von Brasilien ergriffenen Maßnahmen gegen die Abholzung des Regenwaldes.

Am Vorabend war das Treffen mit einem Abendessen eröffnet worden. Gabriel betonte, die internationalen Klimaverhandlungen bräuchten dringend politischen Schwung. Mit der zweitägigen Konferenz soll das Gipfeltreffen der G8-Staaten im Ostseebad Heiligendamm im Juni vorbereitet werden. Zur Gruppe der acht führenden Industrienationen gehören die USA, Japan, Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien, Kanada und Russland. (tso/dpa)

Mehr lesen? Jetzt E-Paper gratis testen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar