Kontrolle atomarer Angriffswaffen : Russland warnt vor Ende von New-Start-Vertrag

Der New-Start-Vertrag mit den USA über die Kontrolle atomarer Angriffswaffen müsste bald verlängert werden. „Aber niemand verhandelt mit uns“, beklagt Putin.

Wladimir Putin (l), Präsident von Russland, und Donald Trump, Präsident der USA, sprechen miteinander beim G20-Gipfel.
Wladimir Putin (l), Präsident von Russland, und Donald Trump, Präsident der USA, sprechen miteinander beim G20-Gipfel.Foto: Evan Vucci/AP/dpa

Der russische Präsident Wladimir Putin hat vor einem neuen weltweiten Wettrüsten gewarnt. Der New-Start-Vertrag über die Kontrolle atomarer Angriffswaffen sei das letzte Instrument, das ein atomares Rüsten einschränke, sagte er am Donnerstag am Rande des Internationalen Weltwirtschaftsforums in St. Petersburg. Das Abkommen läuft 2021 aus. Sollte es nicht verlängert werden, „wird es überhaupt keine Instrumente mehr geben, die den Rüstungswettlauf einschränken“.

Er wundere sich, dass die ganze Welt tatenlos und schweigend zusehe, wie die Errungenschaften der Vergangenheit gefährdet würden, erklärte der Kremlchef. Wenn niemand an einer Verlängerung des zwischen den USA und Russland geschlossenen Abkommens interessiert sei, dann sei es sein Land auch nicht, sagte er. „Wir haben schon hundert Mal gesagt, dass wir bereit sind, aber niemand verhandelt mit uns.“

Der damalige US-Präsident Barack Obama und sein russischer Kollege Dmitri Medwedew hatten den New-Start-Pakt 2010 unterzeichnet. Er sieht vor, die Nukleararsenale auf je 800 Trägersysteme und 1550 einsatzbereite Atomsprengköpfe zu verringern. (dpa)

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