Krieg in Syrien : Gabriel: Mehrstündige Feuerpause für Ost-Ghouta nur erster Schritt

Ab Dienstagfrüh soll im syrischen Ost-Ghouta eine mehrstündige tägliche Waffenruhe gelten. Außenminister Gabriel mahnte gegenüber seinem russischen Amtskollegen Lawrow weitere Schritte an.

Der geschäftsführende Außenminister Sigmar Gabriel (SPD).
Der geschäftsführende Außenminister Sigmar Gabriel (SPD).Foto: dpa/ Swen Pförtner

Außenminister Sigmar Gabriel hat sich bei seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow nachdrücklich für eine Umsetzung der Syrien-Resolution des UN-Sicherheitsrates eingesetzt. Alle Konfliktparteien müssten die Resolution befolgen und umgehend eine Feuerpause ermöglichen, machte Gabriel am Montag nach Angaben eines Außenamtssprechers in einem Telefonat mit Lawrow deutlich. Eine fünfstündige Feuerpause, die Russland ab Dienstag für das syrische Rebellengebiet Ost-Ghouta angekündigt hatte, „kann nicht mehr als ein erster Schritt sein, um Zugang zu den Belagerten zu schaffen, die Menschen in der Region mit dem Nötigsten zu versorgen und Leben zu retten“.

Am Dienstag will der französische Außenminister Jean-Yves Le Drian in Moskau mit Lawrow über die Lage in Syrien sprechen.

Am Montag hatte Russland eine mehrstündige tägliche Feuerpause für Ost-Ghouta angekündigt, die ab diesem Dienstag jeweils von 08.00 bis 13.00 Uhr (MEZ - 9.00 bis 14.00 Ortszeit) gelten soll. Eine Resolution des UN-Sicherheitsrats vom Samstag, die eine 30-tägige Waffenruhe gefordert hatte, war weitgehend wirkungslos geblieben. Die heftigen Bombardierungen Ost-Ghoutas gingen am Montag trotz der UN-Forderung nach einer Waffenruhe weiter. Ost-Ghouta erlebt seit mehr als einer Woche eine der schlimmsten Angriffswellen seit Ausbruch des Bürgerkriegs vor fast sieben Jahren. (dpa)

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