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„Laut und ungestüm und groß“ : Trump kündigt für nächste Woche Wahlkampfveranstaltung an

Trotz Corona-Pandemie will US-Präsident Trump wieder vor Anhängern Wahlkampf machen. Zur Rechtfertigung verweist sein Team auf die George-Floyd-Proteste.

Trump bei seinem letzten Wahlkampf-Auftritt am 2. März in Charlotte, North Carolina
Trump bei seinem letzten Wahlkampf-Auftritt am 2. März in Charlotte, North CarolinaFoto: REUTERS/Lucas Jackson/File Photo

Nach mehr als drei Monaten Pause wegen der Corona-Pandemie will US-Präsident Donald Trump wieder Wahlkampfveranstaltungen abhalten. Die erste Kundgebung werde es voraussichtlich am Freitagabend kommender Woche in Tulsa im Bundesstaat Oklahoma geben, sagte Trump. 

Weitere Veranstaltungen seien in Florida, Texas und Arizona geplant. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Kayleigh McEnany, sagte mit Blick auf die Pandemie, man werde für die Sicherheit der Teilnehmer sorgen.

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Der Kommunikationsdirektor von Trumps Wahlkampfteam, Tim Murtaugh, sagte dem Sender Fox News, die geplanten Kundgebungen des Republikaners Trump würden „laut und ungestüm und groß“ werden - anders als die Veranstaltungen des designierten Herausforderers der Demokraten, Ex-Vizepräsident Joe Biden

Letzter Wahlkampfauftritt am 2. März

Murtaugh wies Kritik an Wahlkampfveranstaltungen des Präsidenten während der Pandemie zurück. Er sagte, Trump-kritische Medien hätten sich auch nicht daran gestört, dass bei den Protesten infolge des Todes des Afroamerikaners George Floyd Corona-Schutzmaßnahmen ignoriert worden seien. Trump bewirbt sich bei der Wahl im November um eine zweite Amtszeit.

Trump hatte zuletzt eine Wahlkampfveranstaltung am 2. März in Charlotte in North Carolina abgehalten. Danach hatte die Corona-Krise Kundgebungen unmöglich gemacht. 

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Trotz Corona: Trump will wieder auf Wahlkampftour gehen
Trotz Corona: Trump will wieder auf Wahlkampftour gehen

In einigen US-Bundesstaaten steigen die Infektionszahlen

Die Pandemie ist in den USA noch nicht überwunden. In einigen US-Bundesstaaten gibt es neue Ausbrüche mit teilweise stark ansteigender Anzahl von Infektionen. 

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Die Johns-Hopkins-Universität in Baltimore berichtete von einer deutlichen Tendenz einer Reihe von Bundesstaaten - darunter unter anderem Arizona, Utah, Arkansas, South Carolina und Nevada im Süden des Landes. In einstigen Brennpunkten wie New York und seinen Nachbarregionen gehen die Zahlen aber zurück.

Insgesamt gibt es in den USA laut Johns-Hopkins-Universität mehr als zwei Millionen nachgewiesene Infektionsfälle und mehr als 112.000 Tote. Damit sind die Staaten mit Abstand am schwersten getroffen von der weltweiten Corona-Pandemie. (dpa)

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