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Mariana Harder-Kühnel : AfD-Kandidatin fällt als Bundestagsvize durch

Die Fraktionen haben erneut über den Posten des Bundestagsvize abgestimmt. Auch diesmal bekam der Vorschlag der AfD keine Mehrheit.

Die AfD-Kandidatin für die Bundestagsvizepräsidentschaft, Mariana Harder-Kühnel, vor der Verkündung der Wahlergebnisses.
Die AfD-Kandidatin für die Bundestagsvizepräsidentschaft, Mariana Harder-Kühnel, vor der Verkündung der Wahlergebnisses.Foto: dpa/Carsten Koall

Die hessische AfD-Abgeordnete Mariana Harder-Kühnel ist bei der Wahl für das Amt der Bundestagsvizepräsidentin am Donnerstag im ersten Wahlgang durchgefallen. Sie erhielt mit 223 Ja-Stimmen und 387 Nein-Stimmen nicht die erforderliche Mehrheit. Es gab außerdem 44 Enthaltungen. Für eine Wahl im ersten Durchgang hätte Harder-Kühnel eine Mehrheit von 355 Zustimmungen gebraucht.

Die AfD kündigte an, die 44 Jahre alte Rechtsanwältin in einen zweiten und dritten Wahlgang zu schicken.

Die 44-jährige Rechtsanwältin war Anfang des Monats von ihrer Fraktion zur Kandidatin bestimmt worden, nachdem der AfD-Abgeordnete Albrecht Glaser vor rund einem Jahr bei der Wahl zum Vizepräsidenten dreimal durchgefallen war.

Nach ihrer Niederlage in der Abstimmung steht die AfD-Abgeordnete für weitere Wahlgänge zur Verfügung. „Es hat jetzt im ersten Wahlgang nicht ganz gereicht, aber wir haben ja noch mindestens zwei Wahlgänge vor uns“, sagte Mariana Harder-Kühnel am Donnerstag. „Ich denke, dass ich letztendlich auch gewählt werde.“

Ein zweiter Wahlgang solle im Dezember sein, einen dritten dürfte es gegebenenfalls im Januar geben, kündigte AfD-Chef Alexander Gauland an. „Gegen meine Person wurden im Vorfeld der Wahl keinerlei Bedenken geltend gemacht“, sagte Harder-Kühnel. Es gehe viel mehr darum, dass man überhaupt niemanden aus der AfD wählen wolle. Sie bot den anderen Parteien direkte Gespräche an, um Zweifel aus dem Weg zu räumen. (AFP, dpa)

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