Molotow-Anschlag auf Belgiens Parlament : Verdächtiger war unzufrieden mit Corona-Politik

Ein 36-Jähriger warf einen Molotow-Cocktail auf das belgische Parlament. Die Behörden schließen einen extremistischen Hintergrund nicht aus.

Polizeibeamte und bewaffnete Soldaten stehen vor dem belgischen Parlamentsgebäude.
Polizeibeamte und bewaffnete Soldaten stehen vor dem belgischen Parlamentsgebäude.Foto: Laurie Dieffemback/BELGA/dpa

Im Zusammenhang mit einem Anschlag auf das belgische Parlament ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen einen 36-jährigen Mann aus der belgischen Provinz Limburg. Der Verdächtige sollte noch am Dienstag dem Untersuchungsrichter vorgeführt werden, wie die Staatsanwaltschaft in Brüssel mitteilte. Er begründete seinen Anschlag vom Vortag demnach damit, dass die Politik die Corona-Krise schlecht gemanagt habe.

Der 36-Jährige hatte am Montagmittag einen Molotow-Cocktail auf das Parlament in der Hauptstadt Brüssel geworfen. Bei dem Versuch wurden nur einige geparkte Autos beschädigt.

Der Mann wurde noch vor Ort festgenommen. Die Straßen um das Parlament waren vorübergehend gesperrt.

Bei dem Verdächtigen habe man Dokumente gefunden, die darauf hindeuteten, dass er extreme Überzeugungen haben könnte, teilte Staatsanwaltschaft mit.

[Wenn Sie alle aktuellen Nachrichten aus der Welt, Deutschland und Berlin live auf Ihr Handy haben wollen, empfehlen wir Ihnen unsere runderneuerte App, die Sie hier für Apple- und Android-Geräte herunterladen können. ]

Die Tat lasse sich zum jetzigen Zeitpunkt trotzdem noch nicht einer politischen Überzeugung zuordnen. Der Mann selbst bestreite, ideologisch gehandelt zu haben. (dpa)

Jetzt neu: Wir schenken Ihnen 4 Wochen Tagesspiegel Plus!